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Journal Article

Der todtentanz

Wilh. Wackernagel
Zeitschrift für deutsches Alterthum
9. Bd. (1853), pp. 302-365
Published by: S. Hirzel Verlag
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/20648200
Page Count: 64
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Notes and References

This item contains 164 references.

[Footnotes]
  • 1
    deutsche mythologie 1835, 486 ff. 1844, 799 ff.
  • 2
    den Dänen in Nordschleswig ist sogar Hei selber ein spuk, von männlichem geschieht geworden: Müllenhoffs sagen d. herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg 244.
  • 3
    ingredieris in abundanfia sepulcrum, sicut injertar acervas tritici in tempore suo Job 5, 26. et cadet morlicinum hominis quasi stercus super Jaciem regionis, et quasi foenum post tcrgum metentis, et non est qui coltigat Jeremias 9, 22. zahlreiche stellen des alten wie des neuen testaments, die den menschen in seiner Vergänglichkeit mit dem gras und der blume des feldes vergleichen.
  • 4
    zeitschr. 7, 129; wie der tôt umbe sich mit href ten hât ge- boiiwen klage 828. noch io späterer zeit braucht Johann Ackermann fast kein andres bilcl als des grasenden und blumen ausreutenden To- des: s. cap. 2. 3. 16 u. 17 seines gespraebes. unmittelbar hieran grenzt es, wenn in Geilers predigten de arbore humana der Tod ein hottzmeyer d. h. förster genannt und so auch in bildern der deutschen. ausgabe (Straub. 1521) dargestellt wird, wie er den wald ausbaut; vergi, mytbol. 811.
  • 5
    mytbol. 806 f. des Tôdes zeichen d. h. das wappen des To- des, das die sterbenden oder gestorbenen als seine ditnstmannen alle tragen (vgl. Wilh. Grimm über Freidank 65), am ausführlichsten in der warnung, zeitschr. 1, 442.
  • 6
    mythol. 805 f. zeitschr. 7, 548 f.
  • 7
    mythol. 805. de doet — hint uns mit enen soe vasten band, dat he uns thuet in een ander lant Mones quellen und forschungen 1, 127. vgl. des teufeis bande mythol. 964.
  • 8
    mythol. 803; thore des todes zeitschr. 2, 536.
  • 9
    der Tod aber auch selbst als kläger : mythol. 806.
  • 10
    mythol. 807. 813. altd. blatter 2, 78. Juh. Pauli schimpf und ernst, leseb. 3, 1, 79.
  • 11
    uuolder uuâr errahchôn sinân uvidarsahchôn Ludwigsleich; Uhlands volkslieder 518.
  • 12
    Sempacher lied im altd. leseb. 922, 1. 926, 8. 930, 41 ; vgl. io dem lügenmärchen von den 18 wachtein z. 67 ein eichîn pfaffe, das ist wâr, ein büechîn messe singet: swer dâ zem opfer dringet, der antlâs im gegeben wirt, daz im der rücke gar geswirt: der se- gen was ein kolben stac and die processionen mit spiefsen, das capi- tel beim fäholeio in Uhlands Volksliedern 517 f. anderer beispiele der art noch genug.
  • 13
    z. b. Waldis Esop 4, 43.
  • 14
    die neue-kircbe io Strafsburg v. Edel 88 fg.
  • 15
    bei Hermaoa von Fritzlar in Pfeiffers deutschen mystikern 1, 164.
  • 16
    Freidank 178, 12.
  • 17
    z. b. her skancta ce hanton sînân fîanton bitteres Ildes im Ludwigsleicb ; des heiligen Cristes schenche Ruolant 182, 18; nu trin- ken wir die minne und gelten sküneges wîn Nib. 1897 ; hie schenket Hagne daz aller wirseste tranc ebd. 1918; und schenken mir sanct Johans segen ivie die wöfff den Ummern pflegen Waldis Esop 1, 49; sus kunde er si ze h se biten, si muosten im den pfejfer gelden Ernst 918; morgenbrot mit löffeln im Sempacher lied, altd. leseb. 922, 24. den ersten anstofs mochten auch hier bibelstellen gegeben haben wie Jes. 49, 26. 51, 17. 22 u. a.
  • 18
    altd. leseb. 758 f. vgl. Nobiskrug mythol. 954. zeitscbr. 4, 388.
  • 19
    videlen 1903. 1913. 1941. dœne 1939. 1941. gîgen slac 1759. videlboge 1903. 1943. ez ist ein rôter anstrich (blat statt barzes), den er zem videlbogen hât 1941. einen videlhogen starken — gelîeh eime swerte 1723. vgl. Reinardus 3, 2161 ff.
  • 20
    1458 ff. Wilh. Grimm X und XVII.
  • 21
    z. b. gehab dich wohl, Passauer ausg. d. sämmtl. werke 11, 255. 383.
  • 22
    Judas ebd. 5, 204
  • 23
    sin leiche lûllenl ü libele, sín züge sint rót Nib. 1939. síne leiche hellént durch helm unt durch rant 1944.
  • 24
    altd. leseb. 930, 36.
  • 25
    got let wol, daz er verbót, daz niemcn weiz sín selbes tôt: wisten in die liute gar, der tanz gewünne kleine schar 175, 15.
  • 26
    uarrenschiff, Strobel 232. 234.
  • 27
    Mones quellen u. forschungen 1, 127. ob auch die oft vor- kommende redensart den tôt an der hant haben den zum tanze ge- fafslen tod oder blofs die greifbare nähe desselben meint? J. Grimm giebt letztere deutung, mythol. 377, vgl. 807. für erstere könnten str. 2 und 4 des hochdeutschen todtentanzgedichtes sprechen : ich han iueh an die hant genomeii und ich ivil iueh fueren bí der hend an diser swarzer brüeder tanz.
  • 28
    reigen der engel und der heiligen bei Christi himmelfahrt: Offenbarungen der Christina Ebnerin, Heumanni opuscula 361 ; bei der himmelfahrt Mariae : Mones altd. Schauspiele 87; der helle reije: des- selben Schauspiele d. mittelalters 2, 81. 102.
  • 29
    Anacreon 4, 17. mythol. 807.
  • 30
    bl. 264 vw. der lateinischen, 261 vw. der deutschen ausgabe, hier mit keiner, dort mit der überschrift Imago mortis: der vorher- gehende text fordert jedoch ein auferstehungsbild.
  • 31
    'eirie Lüitticher papierhandschrift aus der abtei s. Truyden ent- hält hinten eingeklebt einen holzschnitt, auf dem drei gerippe vor dem vierten pfeifenden tanzen:' Mafsmann in Naumanns Serapeum 8, 139. dieselbe darstellung als in Schedels chronik oder ein ausgeschnittenes blattstück derselben.
  • 32
    Heumanni opuscula 390.
  • 33
    unter dem titel der aakermann aus Bö heim erneuert heraus- gegeben durch v. d. Hagen, den namen Johann zeigt das acrostichon des scblufsgebetes, Ackermann als den zunamen die cap. 3 und 4. dieser Johann Ackermann war aber nicht aus Vogelwad oder Vogelwaid (v. d. Hagen s. iv. Gottfrieds v. Strafsb. werke I, VIII), sondern von gewerb ein vogler: von Vogelwaid ist mein pflug cap. 3; vgl. gên und Ion Jen ist mîn pfluoc altd. wäld. 2, 51. du bist ein jäger klug : zeuch hin und her, pflege deines voters pflug ebd. 3, 118. fluochen, schelten ist mîn pfluoc ebd. 57. loôheit isl in ein nützer hin oc Ulrich v. Liechtenstein 630, 27. W. Grimm zu Freid. 385. pfluoc das substantiv zu pflegen.
  • 35
    Germania 24; nudi iuvenes: auch in schlachten selbst giengen die kühneren nackt, noch in späteren Zeilen und noch jetzt derglei- chen schwerttänze : sagen d. br. Grimm 1, 241; bei den Ditmarscben: Vieth in Dahlmanns Neocorus 2, 566; in Yorkshire: mythol. 281; als osterspil: v. d. Hagens minnes. 2, 78; als öffeolliche Schaustellung der fechlschulen, wie 1551 zu Ulm: Schmids schwäb. wörterh. 186.
  • 36
    z. b. Hoffmanns fundgr. 2, 302.
  • 37
    fundgr. 2, 300. 307.
  • 38
    Mones altd. Schauspiele 145.
  • 39
    Mafsmanns erläuterungen zum Wessobrunner gebet 98. das gedieht ist eine mulwillige ausführung der anfangsworte von Jes. 4.
  • 40
    nach Aufsefs anzeiger 2, 14 bereits im j. 1500 gedruckt.
  • 41
    sye muesten all uf syne fart und danzen im noch synen rey en, bäbst, kaiser, kunig, bischöff, ley en narrenschiff 234 ; pawes, keiser, hertoghen ende greven, geistelic, werltlic, richter ende neven, — gy advocaten, gy officiale, richter, schepene al to male, — olt, junk, stare of wal bewant, ivy moten alle in dat ander lant quellen und Forschungen 1, 128 f.
  • 42
    in swartzen kl stern altd. leseb. 901, 30.
  • 43
    explication de la danse des morts de la Chaise-Dieu par Ju- hinal, Paris 1841, 19.
  • 45
    2 Maccab. 6 und 7.
  • 46
    dieser lateinische ausdruck macht all die sonst versuchten her- leitungeu unzuläfsig, die von Macarius, der heiligen fignr einer den todtentanz berührenden legende (recherches sur les dauses des morts par Peignot, Dijon 1826, 81 u. a.), von Marc Apvril, einem bürger zu Vienne, der dem capitel zu s. Maurice ein gut namens Macabray ge-
  • 47
    Jacobi a Voragine legenda aurea cap. 109, ausg. v. Gräfse s. 454.
  • 48
    in Köln ein kloster der beil. Maccabäer : ein dort verfafstes gedieht über deren marter von 1517 verzeichnet Panzer, annalen der ält. deutseben litt. 1, zusatze 142.
  • 49
    Mafsmann, der im Serapeum 8, 134 die stelle mitlheilt, scheint sie unrichtig auf die abfafsung der danse Macabre auszudeuten.
  • 50
    Douce 25.
  • 51
    gedruckt in Ticknors geschiente der schönen litt, in Spanien, deutsch v. Julius, 2, 598 — 612. über den französischen Ursprung ebd. 1, 77. 'sie ist aber unstreitig kein drama, sondern ein lehrge- dicht, dessen aufführung ganz widersinnig gewesen sein würde' ebd. 1,211. Schack indessen rechnet sie zu den dramatischen dichtungen : geschichte d. dram. lit. u. kunst d. Spanier 1, 123.
  • 52
    farsa llmada dança de la muerte 1551; neu herausgegeben von Wolf: ein spanisches frobnleichnamsspiel vom todlentanz, Wien 1852.
  • 53
    bescbreibung solch einer bandschrift zu Paris bei Jubinal 18; den handscbriften ohne biider (ebd. 19) mögen lediglich die bilder feh- len : wir werden nachher in Deutschland das gleiche finden.
  • 54
    Mafsmann im Serapeum 2, 191 ff.
  • 55
    Peignot xxxiij f. 83 f. Douce 15.
  • 56
    in dem kreuzgange der kathedrale, der 1817 abgebrochen wor- den: Douce 47.
  • 57
    erst kürzlich unter einem mörtelüberzug entdeckt: Jubinal 14.
  • 58
    in der revolution verschwunden: Peignot xxxviij. Douce 35.
  • 59
    bei s. Maclou; ebenfalls nicht mehr vorbanden: Peignot xlvij.
  • 60
    auch diese beiden nicht mehr da : Jubinal 14.
  • 61
    Peignot xxxvij. Douce 35.
  • 62
    Jubinal, dessen oben schon erwähntes buch aufser der beschrei- bung auch eine vollständige abbildung giebt, hat diese mischung der stile nicht beachtet und setzt das ganze unterschiedlos in das 15e jh.
  • 64
    zeitschr. 6, 285.
  • 65
    Douce 33.
  • 66
    Douce 31. Jubinal 8 f. auch in zwei mittelniederdeutschen bearbeitungen vorhanden : mythol. 810. eine Weiterbildung ist die visto heremitae von einem gespräch zwischen der vana Potentia, vana Prudentia oder Seientia, vana Pulcritudo und einem rex, einem sapi- ens oder iurisperitus und einer femina oder meretrix mortua, die hinter dem Macaber in Goldasts ausgabe von Roderici speculum 271 ff. und in einer Münchner handschrtft mit bolzschnitten steht: Mafsmann im Serapeum 8, 136. ebenda sind noch andre bildliche darstellungen der legende nachgewiesen ; von Orcagnas bild zu Pisa weiter unten.
  • 67
    bilderhandschrift zu Paris: Jubinal 18; drucke von 1486. 1491 u. a. : Mafsmann im Serapeum 2, 192. 195.
  • 68
    Douce 51 f. Lyndgate starb 1430: daber die oben gegebene Zeitbestimmung; ausgaben seiner übersetzung verzeichnet Maismann im Serapeum 2, 211. der kreuzgang bei Old Saint Paul's ist schou 1549 niedergerifsen worden.
  • 69
    Douce 52 — 54.
  • 70
    zeitschr. 6, 285 f.
  • 71
    das veilchen: v. d. Hagens minnes. 3, 202. 4, 441.
  • 72
    litteraturgesch. § 55, 84.
  • 73
    ausführliche beschreibung u. abbildung d. todtentanzes in der st. Marien-kirche zu Lübeck, Lüb. 1831.
  • 74
    die merkwürdigkeilen d. Marien-kirche zu Lübeck, Lüb. 1823, 19.
  • 76
    ein Lübecker büchlein, der todtentanz in der s. g. todten- kapelle der st. Marienkirche zu Lübeck, giebt aufser den versen von 1701 auch die niederdeutschen, welche denselben zunächst vorange- gangen, nach einer Vermutung Mafsmanns aber (Serapeum 10, 305 f.) wären die letztern erst bei der auffrischung im j. 1588 verfafst worden und nur die zwei Strophen zu anfang und am schlufs rührten noch von der ursprünglichen dichtung her. diese lauten de Dot sprickt. tho dessem danze rope ick alghemene pawest, keiser vnd alle creaturen, arme, rike, grote und klene. tredet vort: wente nu en helpt nen truren und dat wegen kind to deme Dode. o Dot, wo schal ik dat vorstan? ik schal danssen und kan nicht ghan.
  • 77
    litteraturgeschichte § 75, 7.
  • 78
    noch der grabstein landgraf Wilhelm II von Hessen († 1509) io der Elisabethenkirche zu Marburg zeigt denselben als fleischiges ge- rippe, und doch war hier ein einzelner todter, nicht der Tod selbst abzubilden.
  • 79
    he süht ut as de Dôd van Lübeck: Lübische geschichten und sagen von Deecke 118.
  • 80
    Bruns beiträge 3, 321 ff.
  • 81
    Mafsmann im Serapeum 10, 306 ff.
  • 83
    Marsmann a. a. o. 312 ff.
  • 84
    litteraturgeschichte § 76, 38 f. und § 85, 52. 64.
  • 85
    die eine handschrift zu Heidelberg fügt den deutschen versen noch eine lateinische übersetzung bei. vgl. die Baseler todtenlänze von Malsmann, StuMg. 1847, 102 f. 120 ff.; dazu in Steindruck die bilder aus Heidelberg, wie zu dein hier gegebenen texte sich die hand- schrift des herru Kuppitsch zu Wien vom j. 1501 verhalte, wird aus der kurzen angabe in Mones anzeiger 8, 211 nicht ersichtlich: die mit- geteilten eiogangsworte weichen ab.
  • 86
    io der so eben erwähnten handschrift von 1501 sogar gott dem herrn selber: der ewige got spricht Nu ir menschen, haltet mein ge- bot u. s. w.
  • 87
    Mones Schauspiele des mittelalters 1, 72. 2, 33.
  • 88
    Mones altteutsche Schauspiele 161.
  • 80
    all t. Schauspiele 42.
  • 90
    zu vergleichen der physiologus zu Wien, der auch auf bilder verweist (Hoffmanns Fundgruben 1, 28) und platz dafür läfst, aber ihn leer'läfst: die von Karajan in den Deutseben sprach-denkiualen des 12n jahrh. herausgegebene Umarbeitung in reime hat die bilder.
  • 92
    mehreres von diesem kloster in meinem academischen programm über Walther von Klingen, Stifter des Kliugenthals und minnesänger, Basel 1845.
  • 93
    aus diesem jetzt der öffentlichen kunstsammlung einverleibten werke sind die reime und bilder des klingenthaliscben todtentanzes entnommen, wie Mafsmaua beide in seinen Baseler todtentänzen, Stuttg. 1847, veröffentlicht hat.
  • 94
    Heinrich von Nördlingen, der, wie aus seinen hriefen sich er- giebt, viel mit den nonnen im Klingenlhal verkehrte, war zu Basel in den jahren 1338. 1339 und 1347 oder 48 (beiträge zur vaterländi- schen geschiebte, herausgegeben von der histor. gesellscbaCt zu Basel, 2, 136 ff.): dürfte sein schon oben angeführtes wort von dem zum tanz des lebens pfeifenden Jesus Christus als eine hindeutung auf den zum tanz des todes pfeifenden Tod im Klingenthaie gedeutet werden, so läge darin eine bestätiguug mehr für den frühzeitigen ursprung dieser bilder.
  • 95
    Ocbs geschiente d. Stadt a. landschaft Basel 2, 1, 22. 62. 97.
  • 96
    Ocbs a. a. o. 190.
  • 97
    vgl. fraueodienst 125, 26 dar nâch ein holrblâser sluoc einen sumher meisterlîch genuoc.
  • 98
    primo igilur persone ad loca sua cum instrumenlis musicali- bus et clangore tubarum sollempniter deducantur Fichards Frankf. archiv 3, 137. die zwên hornblâser Mones schausp. des mittelalters 2, 185.
  • 99
    Hilschers besehreibung d. todten-tantzes — in Drefsden, Dresd. u. Leipz. 1705, 12. nach eben demselben 10 f. a. 91 auch anderswo dergleichen fahnenbilder.
  • 100
    Andrea Orcagna starb 1389.
  • 101
    die siele als kind: vgl. Ouocar cp. 444. Mones anzeiger 8, 621.
  • 102
    deutlich blofs eine nachahinung dieser zweiten hälfte von Or- cagnas bilde ist der triumph des Todes, den Antonio Crescenzio an eine auisenwand des Spedale grande zu Palermo gemalt bat: vgl. darüber Ein jahr in Italien v. Stabr 2, 106. nur reitet hier der Tod und schiefst mit pfeilen. von den pfeilen des Todes späterhin noch einmal; das pferd, das auch in der danse Macabre mehrmals vorkommt und auf Dürers holzschnitt Ritter Tod und Teufel, kann mythischen wie biblischen anlafs haben: apocal. 6, 8. J. Grimms mythol. 803 — 805. über den triumph des Todes von Hieronymus Bosch, der sich zu s. Ildefonso in Spanien befinden soll, weifs ich aufser dieser angäbe nichts.
  • 103
    opere (Firenze 1822) 3, 55 — 57.
  • 104
    sus sprechent, die dû sint begraben, beidiu zen alten unt zen knaben ' daz ir dâ sît, daz wâre wir; daz wir nû sîn, daz werdet ir' Freidank 22, 18. über dem beinhaus in Manuels todtentanze hie ligend also unsre gebein, zu uns här danzend, grofs und klein, die ir ielz sin, die waren wir. die wir ietz sind, die werden ir. andre stellen bei iMafsmann im Serapeum 8, 137 f. und bei Wilh. Grimm über Frei- dank 56.
  • 106
    Mafsmaon im Serapeum 2, 184 ff. ich habe das meusebachi- sche exemplar (von 1470?) auf der bibliotbek zu Berlin benutzt.
  • 107
    lo que dice la Muerte a los que non nombro: Ticknor 2, 612.
  • 108
    das beiohaus, mittellat. carnartum, ahd. charnâri, rahd. nhd. chamâre karner gerner: Schindler 2, 06. 330. Ruol. 260, 1. minnes. 2, 333 b (wo v. d. Hagen die lesart gerner gegen die schwerlich bes- sere kerenter vertauscht hat), leseb. 3, 1, 456 f.; gernerhufs nar- renschiff 134. 265. gernerbein ebd. 185
  • 109
    Pez thesaur. anecd. 2, 3, 185 ff.
  • 110
    Pfeiffers deutsche mystiker 1, 263, 36. 207, 34. 288, 1. 302, 13.
  • 111
    uuter den ausgaben der dause Macabre enthält die erste, von 1485, nur noch die männer, die von 1486 nur die weiber, männer und weiber beide zuerst die von 1499: Mafsmann im Serapeum 2, 191. 193. 195.
  • 112
    Mafsmann a. a. o. 2, 188. 8. 132.
  • 113
    Pariser ausgaben von 1490 und 1499: Mafsmann Serap. 2, 193. 196.
  • 114
    in Pariser handschriften der danse Macabre als naine des den eingang sprechenden docteur: Jubinal 19.
  • 115
    in dem neuen abdruck der chorea (Eximii Macabri speculum choreae mortuorurn u. s. w.) hinter seiner ausgabe des Speculum omnium statuum totius orbis terrarum auct. Roderico episcopo Zamo- rensi, Hanov. 1613, 231 ff.
  • 116
    mein Walther v. Klingen s. 18 f.
  • 117
    ermahnungen der heiligen kirche durch scbrift und gottes- dienst und bilder: Tauler (Frankf. 1826) 1, 288 f. alter gebrauch in Italien, dafs die prediger lange pergamentstreifen vor sich liegen hat- ten, dereu eines ende die ihnen nöthigen formein und gebete enthielt, während auf den andern herabhangenden theil bilder für das unten zu- hörende volk gemalt waren; blätter der art noch zu Rom und Pisa: Rumohrs italiän, forschungen 1, 245. kirehengemälde die heil, schrift der laien : predigtstelle in Mones anzeiger 8, 611. got hât den leien gegeben — driu buoch —. der himel ist der buoche einez. — daz ander buoch ist daz gemœlde —. daz dritte buoch ist pfaffen leben u. s. w. Heideib. hs. 341, 184 b. c.
  • 118
    vgl. z. b. in Gregors d. gr. briefen 9, 105. 11, 13,
  • 119
    Ochs 3, 277 ff.
  • 120
    wie das Fischer versucht, über die entstehungszeit und den nieister des Grofsbasler todtentanzes 15 f.
  • 121
    Jobann Jacobs seit 1621, Matthäus des ältern seit 1049: s. Mafsinunu im Scrapeum 2, 175 ff.
  • 123
    Gesserts geschiente der glasmalerei 123. vgl. 118.
  • 124
    mehr über diese in Mafsmanns Baseler todtentänzen 42 ff.
  • 125
    der Tod als bote gottes: mythol. 799.
  • 126
    vgl. Dürrbein u. dgl. mythol. 812.
  • 127
    bei Büchel für.
  • 128
    d. h. minne; Büchel myn.
  • 129
    bei Büchel Ein.
  • 130
    pflanzen (vgl. litt. gesch. § 3, 18) wird namentlich vom her- ausputzenden ordnen des baars gebraucht: Unlands Volkslieder 105. 366. Scbmeller 1, 329.
  • 132
    bei Büchel volhemet. nach Stalder 2, 55 heilst hörnen wei- nend ein starkes geschrei erheben, vorsingen fehlt etwa noch mîm.
  • 134
    vgl. das lied in den Schweizer kiihreihen und Volksliedern v. Wyfs (1826) 91; sô schûdrig wie der Tôd im Basler tôdetanz He- bels werke (1830) 1, 177; alle schander der natur, der Tod von Ba- sel und der Neid von iVeifsenfels Platens werke (1848) 4, 00.
  • 135
    das buch ist in v. d. Hagens besitz ; es enthält aufser dem Orendel von 1512 noch mehrere andere bis 1516 reichende drucke.
  • 137
    letzen im sinne von entkräften, schädigen hat auch noch Lu- ther Jes. 11, 9, man wird nirgend letzen noch verderben auf mei- nem heiligen berge.
  • 138
    singularisches zeitwort gerade auch bei alle ding in Hans Sachsens coniödie die ungleichen kinder Evae, act 3, alle ding war schon zubereit ja nechten umb die vesperzeit, und in Unlands Volks- liedern 725, dafs alle ding nit gult als vil und blib auch bei dem rechten zil.
  • 140
    hinter einem lateinischen drama von der Susanna ; darnach bei Douce 18—24.
  • 141
    au den zwei chore über den sacristeien. ausführlicher darüber Hilscher in seiner beschreibung des todten-tanzes an h. Geor- gens schlofse in Drefsden, Dresd. u. Leipz. 1705, 32 ff.
  • 142
    Hilscher 41. 92. das Leipziger bild war an Auerbachs hof, auf der seite gegen den neumarkt hin; am ende der zehn alter stand der Tod mit einer schlinge.
  • 143
    abbildung in einem buch von Naumann, der tod in allen sei- nen beziehungen, ein warner, trbster und lustigmacher, Dresd. 184i.
  • 144
    vgl. meinen aufsalz über das scbachzabelbuch Konrads v. Am- menhuusen in Kurz und Weilsenbachs beitragen zur geschiebte und literatur 1, 44.
  • 145
    abbildungen bei Edel, die neue-kirche in Strafsburg, Strafsb. 1825.
  • 146
    Melaus Manuel von Grüneisen 179. 184. 187.
  • 148
    Grüneisen 165.
  • 150
    mythol. 805 f. in der kirche zu s. Petrus martyr in Neapel ein marmorrelief, der Tod mit einem falken auf der faust, ihm unter den füfseu ein haufe menschen , ihm gegenüber ein geld anbietender mensch; zu jenen spricht der Tod eo so la morte, che caccio sopra voi, jente mondana u. s. w.; der mensch zum Tode tutti ti volto dare, se mi lasci scampare und der Tod erwidert se mi potesti dare, quanto si pote dimandare, non te pote scampare la morte, se te viene la sorte: Douce 49 f.
  • 151
    non timebis a timore nocturno, a sagitta volante in die ps. 91, 5.
  • 152
    omnis caro sicut foenum veterascet et sicut folium fructi- ficans in arbore viridi, alia generantur, et alia deiiciuntur : sic ge- neratio carnis et sanguinis alia finitur et alia nascitur ecclesias- ticus 14, 19.
  • 153
    Grüneisen 87 f.
  • 155
    abdrücke von 1530 und als buch von 1538 an; dies zuerst mit französischem text: Les simulachres et historiees faces de la mort, (später auch Les Images de la Mort); dann, seit 1542, auch mit la- teinischem: Imagines de morte, Imagines mortis, Icones mortis, vgl. Mafsmann im Serapeum 1, 245 ff.
  • 156
    diese drei zuerst im j. 1547: H. Holbeio von Hegner 319. den räuber und den spieler hat vor Holbein schon der dotendantz mit fifuren.
  • 157
    Hegner 320. Fischer über die entstebungszeit und den uiei- sler des Grofsbasler todtentauzes s. 19.
  • 158
    Serap. 1, 247.
  • 159
    s. 235 der ausg. Strubels.
  • 160
    bibliographische nachweisungen Mafsinauns im Serapeum 2, 212 ff.
  • 161
    io der schon oben angeführten schrift über die entslebuogs- zeit und den meister des Grofsbasler todtentanzes, Basel 1849.
  • 162
    Grüneisen 164.
  • 163
    Mafsnianns Basler lodtentünze 82.
  • 164
    Hegner 117.
  • 165
    sein geburtsjahr ist 1498: Hegner 35. 38.
  • 166
    in der Greveradencapelle des Lübecker domes ist ein altar- bild von einem augustinermöncbe Marcus Holbeen mit der jahrzahl 1451 oder 1471 oder 1491 : eben diesem schreibt man nun auch gelegentlich den todtentanz in der Marienkirche zu: Deeckes lübische geschienten und sagen 257. 396.
  • 167
    Mafsmanns Basler tocltentanze 19.
  • 170
    längere uamenaufzählungen giebt Mafsniann in Pierers uni- versal-lexicon unter d. w. todlentanz und im Serapeum 8, 131.
  • 171
    lithographierte abbilduog: todlentanz oder Spiegel mensch- licher hinfälligkeit, Lnzern 1843.
  • 172
    1767 zu Wien in kupferstich erschienen.
  • 174
    der tod in alleo seinen beziebungen von Naumann 58 ff. Mafsmann im Serapeum 10, 305.
  • 175
    Rev. P. Abraham à S. Clara Besonders meublirt- und ge- zierte Todten-Capelle, Oder Allgemeiner Todten-Spiegel, Nürnb. 1710.
  • 176
    Naumann 66.
  • 177
    beschreibung des todlentanzes in Drefsden von Hilscher 91.
  • 179
    ein Verzeichnis, welchem die jahre seitdem noch Zuwachs gebracht haben, giebt Mafsmann im Serapeum 1 (1840), 301—303.
  • 180
    Basel 1574: bl. 103 rw. der Tod, wie er hinterrücks dem narren den seisel fortrückt; 312 rw. wie er denselben am gewande zu sich reifst; 341 rw. auf einem pFerde, das der narr beschlagt.
  • 181
    von ihnen handelt das neujahrsblatt der künstlergesellschaft, Zürich 1844.
  • 182
    kupfertitel: Ruodolf Meyers S. Todten-dantz. Ergäntzet und herausgegeben Durch Conrad Meyern Maalern in Zürich im Jahr 1650 ; drucktitel: Sterbensspiegel, das ist sonnenklare Forstel- lang menschlicher Nichtigkeil durch alle Stana? und Geschlechter: — Vor disem angefangen Durch Ru odo Iff en Meyern S. von Zürich, — Ietz aber — zu end gebracht, und verlegt : Durch Conrad Meyern, Maalern in Zürich, — MDCL.
  • 183
    Mafsmann im Serapeum 1, 249.