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Ze staročeského slovníku

MARIE POBUDOVÁ, MILADA NEDVĚDOVÁ and IGOR NĚMEC
Listy filologické / Folia philologica
Roč. 97, Čís. 2 (1974), pp. 80-88
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/23459070
Page Count: 9
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Ze staročeského slovníku
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Abstract

1. Der Beitrag bringt eine Analyse der zweiten Bedeutungsschicht des alttschechischen Substantivums obchod, welches mit dem reflexiven Zeitwort, obchoditi sě zusammenhängt. Die Grundbedeutung des Wortes obchod „Tätigkeit, Handlung, das Tun im allgemeinen“ entwickelt sich über „Beschäftigung, Erwerbunstätigkeit und die Form der Ernährung“ (in der Hälfte des XV. Jhdts.) zu dem neuen Sinn „Handelbetrieb“. Der Ursprung dieser neuen Bedeutung wird in ersten Reihe durch die Entwicklung der Marktwirktschaft im Mittelalter und auch durch den entwickelten Warenaustausch motiviert. Das alttschechische Wort obchod entsprach dem Bedarf für die Bezeichnung dieser neuen Tatsache auch deshalb, weil es die Bezeichnung der Erwerbs- und Handwerkertätigkeit vereinigte. Ähnliche paralelle semantische Veränderungen sind seit dem Mittelalter auch in anderen europäischen Sprachen zu finden. (M. Pobudová) 2. Das alttschechische Wort barbar. — Die vorgelegte Studie knüpft an den Vortrag von A. Borst, Barbaren — Geschichte eines Schlagworts, an und macht auf das erste Vorkommen des Wortes barbar, barbarský im Alttschechischen aufmerksam. Dieses Wort erscheint im Alttschechischen sehr spät (2. Hälfte des XIV. Jhdts.) und nur in den Übersetzungen aus dem Lateinischen. Im XVI. Jahrhundert verschwindet das Wort barbar auch aus den alttsch. Bibeltexten (z. B. R 1,14; A 28,1,4), weil man die volle Bedeutung dieses Wortes nicht gründlich verstand. So tritt wieder eine demokratisierende Tendenz der böhmischen Reformation zutage. Man erkennt aber in der Ablehnung des Wortes barbar auch eine spezifische Form der alttschechischen Mentalität und Kultur, in welcher die antiken Elemente erst mit Verspätung zur Geltung gekommen sind. (M. Nedvědová) 3. Das unklare alttschechische Zeitwort občiniti. — Das alttschechische občiniti kommt in zwei zuverlässigen Belegen vor. Bei der Interpretation kann man dieses alttsch. Zeitwort mit dem neutsch. Perfektivum učinit ersetzen. Der Autor zeigt aber in seiner ausführlichen Analyse, daß in beiden Belegen in der lexikalischen Bedeutung des Zeitwortes občiniti noch die Lokalfunktion des Präfixes ob- ‚ringsherum’ spürbar ist. Das alttsch. občiniti in der Bedeutung ‚etwas ringsherum tun’ ermöglicht auch die Interpretation des Hapaxlegomenon obczzirzym (circumdabo — BiblOl Js 29,3) als občiním und dadurch kann man diesem Zeitwort einen weiteren alttsch. Beleg beschaffen. (I. Němec)

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