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Otázky nad publikační činností pražských Severinů

MIRJAM BOHATCOVÁ
Listy filologické / Folia philologica
Roč. 109, Čís. 2 (1986), pp. 97-115, III-VII
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/23462510
Page Count: 24
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Otázky nad publikační činností pražských Severinů
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Abstract

Diese hervorragende Buchdruckerfamilie des 15. bis 16. Jahrhunderts besaß drei Generationen : während der ersten (1488—1515) gehörte die Buchdruckerei dem altstädter Bürger und Krämer Severin, der unter der Mitarbeit mit dem sonst näher unbekannten Drucker Jan Kamp und später auch mit seinem vermutlichen Sohn Pavel Severin 13 wichtige tschechische Wiegendrucke und wenigstens 11 Frühdrucke herausgab (die erste gedruckte Bibel, Martimiani, illustrierte Ausgabe von Äsop, Passional und Neues Testament, wie auch Marsiglio Ficino, Compactata, Petrarca, das erste gedruckte Gesangbuch u. a.). — Unter der selbständigen Leitung von Pavel Severin (1520—1541) wurde dann diese Offizin in den Jahren 1520—23 zu einer der ersten Verbreiterinen von Luthers aktuellen Traktaten in tschechischer Übersetzung, und später wurde das Werk dieses gebildeten Druckers einerseits durch die prächtigen Herausgaben von zwei illustrierten Bibeln (1529, 1537, die sich zuerst von den Nürnberger, dann von den Wittenberger Holzschnitten inspirieren ließen), andererseits mit dem schön gestalteten mit Noten versehenen Foliogesangbuch der Böhmischen Brüder (1541) gekrönt. Ein wenig später (1538—1545) wirkte in Prag auch die Offizin eines Severins, der mit Paul auf eine gewisse Weise verwandt war, sich als „Severin der Jüngere“ unterschrieb und mit dem Vornamen Jan hieß. Auch er gab wichtige Werke, besonders der heimischen Autoren, darunter auch die berühmte Böhmische Chronik von Václav Hájek von Libočan (1541) heraus. Diese Generation der Severin bediente sich mit ganzen Zyklen von eigenen Holzschnittillustrationen narrativen Charakters und profaner Motive, die den ersten großen Fonds von tschechischen Originalholzschnitten bildeten. — Der letzte, der dieses Reichtum an severinschem typographischem und ikonographischem Material auswerten konnte, war Pavel Severins Schwiegersohn Jan Kosořský (1547—1557). Dieser stellte sich zuerst während des Schmalkaldischen Krieges den rebellierenden Ständen zur Disposition, später aber konnte er nicht anders als durch die Mitarbeit mit den höchsten habsburgischen und katholischen Kreisen seine weitere Tätigkeit retten (bes. Solfernus und die vom König und dem erzbischöflichen Administrator angeregte Übersetzung der Kosmographie von Sebastian Münster, 1554). Der Buchdruckerfamilie Severin, die zusammen 83 meist anspruchsvolle Drucke hinterlassen hatte, wurde jedoch noch keine Monographie gewidmet. Deswegen versuchte M. Bohatcová solche Daten, Literatur und Fragen zu versammeln, die als ein Ausgangspunkt einer solchen Bearbeitung dienen könnten. Als einen eigenen Beitrag fügte sie die Identifizierung von drei weiteren unfirmierten Drucken bei, die ihrer Untersuchung nach den severinschen Offizinen gehören, u. zw.: 1) Sieben tschechische Bußpsalme aus dem Jahr 1503 (von dem bisjetzt kein Druck bekannt wurde), die G. Borsa (Budapest) in der Münchener Universitätsbibliothek entdeckt hatte, 2) M. Luther De instituendis ministris ecclesiae ad Senatum Pragenum (tschechisch Pavel Severin 1523), 3) M. Luther Wider die mordischen und reubischen Rotten der Bawren — in der kommentierten Reedition eines anonymen deutschen Herausgebers der kaiserlichen Front vom Jahr 1546 (tschechisch Jan Kosořský 1547). Den dritten Teil dieser Abhandlung bildet ein Verzeichnis aller heute bekannten, unterschriebenen wie auch festgestellten und vermeintlichen Drucke der Buchdruckerfamilie Severin.

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