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Ze staročeského slovníku

MILADA NEDVĚDOVÁ and EMANUEL MICHÁLEK
Listy filologické / Folia philologica
Roč. 100, Čís. 2 (1977), pp. 101-103
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/23463994
Page Count: 3
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Ze staročeského slovníku
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Abstract

1. Bei der lexikographischen Bearbeitung des alttschechischen Zeitwortes ohlechnúti u. ohluchnúti kann man auf Grund der Belege aus der alttschech. Bibelübersetzung (Is 33,9) eine spezifische Bedeutung 'unfruchtbar werden, verwüsten' (von der Gegend) feststellen. Diese Bedeutung hängt mit der Bedeutung vom Adjektivum hluchý zusammen, die in den Wortverbindungen hluchá púščě, hluchý hvozd vorkommt. Was die Form ohluchnúti anbelangt, es handelt sich vor dem Jahre 1500 um einen einzigen Beleg. Die Grundbedeutung 'taub werden' ist nur bei den älteren Formen ohlechnúti, ohlušěti zuverlässig belegt. 2. Das anlautende o- bei manchen von diesen Wörtern ist erklärbar durch die Existenz der von dem gleichen Grundmorphem gebildeten Verben, bei denen das Präfix o- tatsächlich belegt oder zumindest möglich ist (z. B. odráček draconius — odrati, ohltník vipperus — hltati, ochvojka Juniperus sabina — ochviti). Von derartigen Ausdrücken dringt das anlautende o- auch zu anderen Wörtern vor, besonders zu solchen, die dafür semantische Voraussetzungen haben, z. B. obřečtan 'břečt́an' (Efeu, eine zur Bekränzung von Personen und Gegenständen verwendete Schlingpflanze). Das Auftreten vom anlautenden o- konnte auch das lateinische Äquivalent begünstigen (die Tendenz zur Verwendung von analog lautenden Ausdrücken wie obřečtan ornus, Lehnbildungen wie opsímúcha cinifex).

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