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Odlišení slovanských kauzativ a tranzitivních denominativ od indoevropského typu

IGOR NĚMEC
Wiener Slavistisches Jahrbuch
Vol. 40 (1994), pp. 91-94
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/24748329
Page Count: 4
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Odlišení slovanských kauzativ a tranzitivních denominativ od indoevropského typu
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Abstract

Im Unterschied zu den idg. Kausativa vom Typ ai. bōdháyāmi und got. fullja sind deren aksl. Entsprechungen hauptsächlich als präfigierte Verba mit Aspektpartnern belegt; vgl. vъzbuditi (ipf. vъzbuždati), isplъniti (ipf. isplъnjati) usw. Seltener kommen solche Aspektpaare ohne Präfixe vor, z. B. živiti (pf.) / življati (ipf.) ‘beleben’ (vgl. ai. jīváyāmi); diese unterscheiden sich gerade durch die Bildung ihrer Aspektpartner von den Iterativa des gleichen morphologischen Typs wie z. B. voziti, vožq (vgl. got. wagja, gr. ỏχέομαι), der konsequent imperfektiv ist. Diesen Unterschied erklärt der Autor im Zusammenhang mit der Entstehung des slavischen Verbalaspekts: Während diese alten Iterativa, die eine indeterminierte Handlung („iterativ-ziellos“, „indéterminé“) bezeichneten, imperfektiv geworden sind, erhielten die alten determinierten Kausativa, die eine konkret einmalige, zielgerichtete — ihrer Vollendung zustrebende — Handlung bezeichneten, die vollendete aspektuelle Bedeutung. Perfektiv wurden also diejenigen alten präfigierten und unpräfigierten Verba, die eine Handlung ausdrückten, bei der ein Objekt oder Subjekt in einen bestimmten Zustand (vъzbuditi) bzw. in eine Lage (vъměstiti) gelangt oder eine bestimmte Eigenschaft (obnoviti, svoboditi) usw. annimmt. Die dazugehörenden unpräfigierten Imperfektiva à la buditi in der Bedeutung des alten präfigierten vъzbuždati sind erst das Resultat der späteren Entwicklung des slavischen Aspektsystems. Man kann sie folgendermaßen erklären: Ursprünglich entstand aus dem Präpositionalsyntagma *vъz budъ ‘hinauf zum Wachzustand’ ein hypostasiertes determiniertes Verbum *vъzbuditi ‘hinauf in einen Wachzustand versetzen (pf. + ipf.)'; auf der Grundlage dieser determinierten Bedeutung wurde es zum Perfektivum und erwarb ein imperfektives Pendant *vъzbuždati hinzu. Durch den Einfluß des grundlegenden ökonomischen Entwicklungsprinzips wurde diese aus zwei formal distinktiven Zeichen (*vъzbud-i-ti : *vъz-bud-jati) bestehende symmetrische Korrelation durch eine asymmetrische sparsamere Korrelation (vъz-buditi : buditi) mit einem einzigen distinktiven Zeichen, dem Verbalpräfix, ersetzt.

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