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Der Kampf Roms gegen die religiöse Freiheit Polens in den Jahren 1573 und 1574

E. Reimann
Historische Zeitschrift
Bd. 12, H. 2 (1864), pp. 379-400
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/27588252
Page Count: 22
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Notes and References

This item contains 26 references.

[Footnotes]
  • 1
    Gregor XIII an Konarski bei Theiner I 148. Hosii opera II 352.
  • 2
    Bei Heidenstein S. 36 steht der 29. August, es ist aber ein Druck- fehler, wie das folgende zeigt. Orzelski hat den 19.
  • 1
    Theiner I 148.
  • 1
    Der Bischof von Mondovi bei Theiner I 377.
  • 2
    Ueber die Drohung sind die Angaben verschieden; was Mondovi bei Theiner I 377 anführt, hat er ohne Zweifel aus dem Munde des Bischofs von Posen; anders erzählt Ioh. Zborowski ebendas. 381. Möglich, daß beides gesagt wurde. Bei Orzelski weudet sich I. Zborowski, ohne daß mau sieht, aus welchem Grunde, gegeu Montluc, der allerdings zugegen war, und spricht: Scis, Montluci, regum te nomine missum in Poloniam dedisse accepisseque conditiones, quas nisi rex iuraverit, omni spe regnandi excedet. Qua ratione (wohl oratione) ceteris stupentibus et imperiosa verba mirantibus regemque his offensum credentibus rex minime com- motus votis eorum satisfacturum se promisit. Vetzteres geschah erst später; wahrscheinlich siud auch die von Orzelski angeführten Worte Zborowskis bei den folgenden Unterhauolungeu gebraucht worden.
  • 1
    Ioh. Zborowski in der Depesche Grazianis bei Theiner I 381. Moro- sini bei Albéri I 6, 259. Gratiani vita Comm. 386.
  • 2
    Laski an Karnkowski in Epp. vir. ill. II 47.
  • 1
    Der Eid steht bei Dumont V 1, 224. Die auf die Religion be- züglichen Worte lauten: pacemque et transquillitatem inter dissidentes de religione tuebor, manutenebo, nec ullo modo vel iurisdictione nostra vel officiorum nostrorum et statuum quorumvis autoritate quempiam affici opprimique causa religionis permittam nec ipse afficiam nec opprimam.
  • 2
    Der Bifchof von Mondovi bei Theiner I 377 ff. Graziani ebendas. 308 ff. Heidenstein 37 ff.
  • 1
    Hosii opera II 358. Vrgl. ebendas. 361 an den Cardinal von Este: cum iuramentum iniquitatis vinculum non sit, certum est, quod eo non tenetur.
  • 2
    Bei Theincr I 412 beschreibt Graziani die Reise Heinrichs durch Deutschland.
  • 3
    In dcr vita Commendoni nennt ihn Graziani nicht, aber in dem Buche de scriptis invita Minerva II 232.
  • 1
    Das elfte Capitel des 4. Buches der vita Commmendoni enthält, was Graziani dem Könige gesagt hat. Vor seiner Abreise aus Italien hat er diese Rathschläge demselben noch schriftlich überreicht. Sie stehen de scriptis inv. Min. I. p. XXXVIII. Anm. ff.
  • 2
    Graziani an Commeudone Posen 31. Jan. 1574 in Epp. Pogian. IV 209 Anm. Lagomarsini giebt hier und auf der folgenden Seite noch die übrigen Stellen aus derselben Correspondenz, die sich auf diese Angelegenheit beziehen.
  • 1
    Der Nuntius bei Theiner I 417. Auch Orzelski spricht von dieser Iudentaufe.
  • 2
    Im siebenten Bande der Reformazioni politiche der Berliner Biblio- thek 386–409 stehen Consideranda a Nuntio Apostolico in Poloniam ituro anno 1574; sie beziehen sich aber nicht auf den besonderen Fall, welcher hier vorliegt, sondern geben allgemeine Verhaltungsregeln.
  • 1
    Theiner I 415.
  • 1
    Es heißt bei Orzelski, dem ich hier folge: neque alia huiusmodi — ich lese iurisiurandi — forma. uteretur quam ea, quam Parisiis pri- dem praestitisset. Nicht selten ist der Text der Handschrift, die ich benutze, sehr verderbt.
  • 1
    L'incoronatione s'ha da fare dimattina, per quanto noi spe- riamo fin'a quest' hora, schreibt Graziani am 20. Februar. Epp. Pog. IV 209. Aum. – Der Nuntius berichtet bei Theiner I 418: Il Senato non risolvendosi quel di (19.) rimesse la deliberatione (ne) la mattina del sabbato; et dopo molti contrasti essendo stato il Ré introdutto nel Se- nato, si determinó che la coronatione si facesse la mattina sequente (21.) Leider giebt der Nuntius nicht an, welches diese contrasti gewesen sind. Karn- kowski schreibt den 15. März an Commendone: Processerunt obviam (am 18. Februar) et haeretici, sed tamen ii postridie multa latenter machi- nati sunt, quibus in longius tempus coronationem protraherent. Illa enim, quae electionis tempore incassum tentarunt, (ut legum correctu- ram iudiciorumque formulam novam) ante corronationem expediri vo- lebant (Theiner I 275). Ob diese Worte auf den Senat oder auf die Land- boten oder auf beide sich beziehen, ist nicht ersichtlich. Die Relation Lippo- manos geht von der Wahl sogleich auf die Flucht Heinrichs über. Vielleicht gewährt das Registro di lettere o dispacci di Polonia mandati dall' Am- basciatore G. Lippomano al Senato auf der Wiener Bibliothek (s. Archi- vio storico italiano V 453) über den Krönungsreichstag noch eiue Ausbeute.
  • 1
    Ich benutze hier die Berichte Orzelskis, des Nuntius und Karn- kowskis. Letzterer spricht in einem Briefe an Commeudoue (Epp. vir. ill. III 22, bei Dlugosz 21) von der Krönung; da aber diese Sammlung schon 1578 herauskam, so hat der Bischof einige Namen ausgelassen. Zum Glück finden wir jetzt dasselbe Schreiben anch bei Theiner I 275; wir haben hier das Datum (15. März), die bei Karntowski fehlenden Namen und abgesehen von einigen andern Verschiedenheiten zwei kleine Ergänzungen, von denen we- nigstens die eine uicht unwichtig ist. Wir sehen ferner aus diesem Abdrucke, daß der Bischof von Cujavien aus der uämlichen Rücksicht auf die Mitwelt eine ganze Stelle, die aber auf die Krönung keinen Bezug hat, unterdrückte. So dürfen wir glauben, scheint es, daß wir jetzt den Text vollstäudig haben. Aber die Freude, welche der Forscher darüber empfindet, bleibt nicht ungetrübt; mit Schrecken nimmt er wahr, daß umgekehrt eine Stelle bei Theiuer wegge- lassen ist. Es heißt in den Epp. vir. ill.: postquam (Heinrich) iuxta for- mulam in Pontificali descriptam iurasset, voluit** ut Juramentum ab haereticis conceptum ex schedula iuraret: sed a nobis est strenue repulsus, et Rex iuxta formulam Statuto com- prehensa, ,e praeeunte iuravit. Quo finito ** (Theiuer: Palatinus Cracoviensis) tumultuari coepit ad eiusque clamorem ** (Theiner Palatinus Sendomiriensis) accurrerat ac nonnulli Regemque confoe- derationis admonebant u. s. w. Bei Theiuer fehleu uuu die Worte vou volait bis nnito. Da die Epp. vir. ill. auf Veraustalteu Karukowskis und bei seineu Lebzeiten erschienen sind, so zweifle ich nicht au der Echtheit der Stelle; jedoch eben so wenig ist Grund vorhanden, au eiu absichtliches Weg- lassen bei Theiuer zu denken. Wie erklären wir uns aber das Versehen, wenn ein solches vorliegt? Am leichtesten wohl durch die Auuahme, daß die erste Lücke denselben Namen enthielt wie die zweite, nämlich Palatinus Cracovien- sis. Noch erklärlicher wäre freilich das Ueberspringen, wenn voluit hinter Palatinus Cracoviensis stände. Diese meine Vermuthung fand ich nachher einigermaßen unterstützt durch Orzelski, welcher schreibt: Sed notandum est illud, illum (Heinrich) noluisse iuramento confoederationem confirmare, donec Jo. Firleius, ... ea re animadversa iuramenti formam Regi obtulit, sedulo enitens, ut similem tum eiusdem rationem exprimeret. Haec recusantibus Episcopis, Samogitiae praefecto omnino, ex rumore per amplissimum templum celerrime perlato tumultus coortus ad sedotopme, vergebat, ita ut Rex miratus ignarusque rerum expalleret coronatioque irrita speraretur. Igitur Firleius in proposita con- stantissime persistens una cum Vilnae (diesen nennt auch der Nun- tius) Sandomiriaeque Palatinis ac allis perpluribus instantibus id solum tunc obtinuit, ut Rex primo iam edito iureiurando procumbens adhuc ea verba adderet: pacem inter dissidentes de religione tuebor u. s. w. Der Nuntins, der selbst zugegen war, hat seine Nachrichten überdieß von dem Könige, dem Primas, den Bischofen von Cujavien und Plock, ancorche in- sieme non convenghino al tutto.
  • 1
    Bei Gerlach, Türkisches Tagebuch S. 55, heißt es: "Den 27. (April) ist meinem gnädigsten Herrn (dem österr. Gesandten in Konstantinopel) zuge- schrieben worden, daß ein Polnischer Edelmann bei der Crönung selbigen Kö- nigs, als er den Evangelischen ihre Religions-Freyheit nicht bestetigen wollen, zu ihme gesaget habe: "Entweder mustu schweren oder nicht König seyn." Wenn das wahr wäre, so müßte es hier vorgekommen sein. Später wurde noch er- zählt, daß Firley die Krone genommen und sich unter den angeführten Wor- ten angeschickt habe, die Kirche zu verlassen.
  • 1
    Siehe den schon angeführten Brief Karnkowskis an Commendone vom 15. März.
  • 1
    Vergl. Hosii opera II 363. Me consolatur quod in Palatinatu Plocensi et Mazoviae nunciis ad Comitia, quae coronandi Regis gratia habebantur, mittendis mandatum est, huic impiae Confoeederationi modis omnibus intercederent.
  • 1
    Ich bin hier ganz Orzelski gefolgt
  • 1
    Memoriale lasciato al re di Polonia a li 6. di Giugno in Cra- covia in De Scriptis invita Minerva I, p. XXXVIII. Anmerk. ff.
  • 2
    Charriére III 518. Anm. — Zum Schluß noch eine Bemerkung über die Relation Lippomanos bei Albóri I 6. Sie mischt bei der Darstel- lung der Wahl Heinrichs, welcher der Gesandte nicht beigewohnt hat, da er erst im folgenden Jahre nach Polen gieng, wahres und falsches, vorherge- hendes und nachfolgendes bunt durch einander. Es ist übrigens zu bedauern, daß sie nur nach einer Handschrift herausgegeben worden; eine andere, die sich in der Marciana befindet, und die ich durch die Güte des Herrn Prof. Droysen kennen gelernt, enthält doch nicht unbedeutende und wenigstens zum Theil echte Zusätze. So fehlen bei Albóri S. 303 die Gründe und Gegeugründe, welche nach der Flucht Heinrichs über die Frage, ob ein Interregnum stattfinde oder nicht, geltend gemacht wurden, obwohl es dann heißt: Io sopradette ra- gioni. S. 298 werden unter den Mitbewerbern genannt der Erzherzog Ferdinand, Stephan Bathory und Baron von Rosenberg; wie, fragen wir, ein Erzherzog tritt als Nebenbuhler des andern auf? Auch von Stephan Ba- thory und Rosenberg wissen wir doch aus guten Quellen, daß sie sich nicht als Candidaten gemeldet haben. In der Handschrift der Marciana heißt es aber statt fra i quali ancora u. s. w.: essendo di piu nominati, benche non havessero mandati Ambasciatori, lettere ne offerte, l'arci- duca Ferdinando, il principe di Transilvania et un Baron di Boemia, detto Rossimbergh, che era Ambasciatore per la Maestà Cesarea per questa elettione. Daß jene drei Männer Stimmen erhalten haben, ist ganz gut möglich, bei Rosenberg sogar gewiß. Eine dritte Handschrift besitzt Ranke; desseu historisch-politische Zeitschrift I 258.