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Il coro di S. Maria del Popolo e il coro detto "del Rossellino" di S. Pietro

Simonetta Valtieri Bentivoglio
Mitteilungen des Kunsthistorischen Institutes in Florenz
20. Bd., H. 2 (1976), pp. 197-204
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/27652399
Page Count: 8
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Abstract

Nachdem Papst Sixtus IV. die Kirche S. Maria del Popolo der Lombardischen Kongregation der Augustiner-Eremiten übergeben hatte, errichtete diese einen Kirchenneubau, dessen enge Beziehungen zur lombardischen Bautradition der Augustiner hier zunächst betrachtet werden: polygonal schliessende Kapellen, mit Rundziegeln gedeckter Spitzhelm des Kampanile, steuerradförmige Fensterrose (zerstört), Dachgesimse aus Ziegeln und anderes. Diese Elemente lombardischer Bautradition, die die bisher übliche Einordnung von S. Maria del Popolo als "sixtinischen" Kirchenbau widerlegen, vereinigen sich mit Renaissanceelementen, die in Rom damals noch unbekannt waren: die Kuppel, die thermenartige Mittelschiffswülbung, das Tonnengewölbe zwischen Kuppel und Chorraum. Die Untersuchung der Baustruktur ergab, dass die linke Querschiffsapsis — gegen die Stadtmauer hin — noch dem Bau des 13. Jahrhunderts angehört und in den Quattrocentobau in der Weise einbezogen wurde, dass man die Kirchenachse um 90° gedreht hat — eine Lösung, wie sie dann auch in S. Agostino in Rom übernommen worden ist. Rekonstruiert wurde ferner das quattrocenteske Aussehen des grossen Bogens, unter dem der heutige Altar steht und früher der Altar mit der "Ancona" stand, den der zukünftige Papst Alexander VI. bei Andrea Bregno in Auftrag gegeben hatte. Dieser Bogen, den die neuere Forschung dem Eingreifen Bramantes zuschreibt, ersetzt ein ursprüngliches Kreuzgewölbe, das für die Aufnahme der Fresken Pinturicchios in ein Kappengewölbe umgestaltet wurde. Das annähernd quadratische Kreuzgewölbe ist vom gleichen Typ wie die Gewölbe in den Kreuzarmen. Genaue Beobachtung zeigt, dass die Gewölbezwickel ursprünglich konvex und nicht konkav gestaltet waren. Als weiterer Beweis dient ein am Aussenbau noch sichtbares Fenster, das man vermauert hat, als die jetzt vorhandenen Serlianen eingebaut wurden. Im übrigen hatte die Kirche des Quattrocento auch nicht die vier nach Osten gerichteten Querschiffkapellen, wohl aber, zu beiden Seiten des Chores, je eine kleine Seitenkapelle. Von diesen ist nichts erhalten; die zur Linken gehörte den Foscari, während die rechte, der hl. Lucia geweihte im Besitz der Borgia war. Die Verfasserin nimmt an, dass die Bauzeit von Bramantes Chorschluss mit dem kassettierten Bogen und der muschelförmigen Konche vorverlegt werden muss in die Zeit Alexanders VI., der den Hauptaltar bestellt hatte und dessen Familienmitglieder in der Kirche begraben lagen: ein im Schluss der Kalottenmuschel eingelassener, jetzt offener Tondo — der ursprünglich ein Wappen enthalten haben muss und darum auf die Bauzeit hinweisen könnte — ist mit einem Kranz von Lorbeerblättern, nicht mit Blättern der Eiche (rovere) eingerahmt. Bramante ist später noch einmal am Chorbau von S. Maria del Popolo tätig geworden, unter Julius II., um den Raum hinter dem Altar neu zu ordnen; damals wurden das Gewölbe wie angegeben verändert, zwei Grabmäler des Sansovino aufgestellt und die erwähnten Serlianen errichtet. So ergeben sich zwei verschiedene Eingriffe Bramantes. Der erste ist von besonderer Bedeutung, weil hierbei zum erstenmal die "römische" Formensprache verwendet wird, welche die Reifezeit Bramantes geprägt und auf die Pläne für St. Peter eingewirkt hat. Der Chor von St. Peter erscheint auf den Zeichnungen der "Heemskerck"-Skizzenbücher wie eine Replik des Chors von S. Maria del Popolo.

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