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Gemeindenahe stationäre Versorgung für Schizophreniepatienten. Eröffnung einer psychiatrischen Satellitenstation Am Allgemeinkrankenhaus

R.-P. Gebhardt and P.-O. Schmidt-Michel
The European Journal of Health Economics
Vol. 3, Supplement 2 (2002), pp. S131-S134
Published by: Springer
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/3570161
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Gemeindenahe stationäre Versorgung für Schizophreniepatienten. Eröffnung einer psychiatrischen Satellitenstation Am Allgemeinkrankenhaus
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Abstract

Am 17.5.1999 wurde am Kreiskrankenhaus der Oberschwabenklinik (OSK) Wangen eine Satellitenstation (22 Akutbetten und 8 tagesklinische Plätze) des Zentrums für Psychiatrie Weißenau eröffnet. Als Satellitenstation wird eine von einem Fachkrankenhaus betriebene, innerhalb ihres Versorgungsgebietes errichtete psychiatrische Station an einem Allgemeinkrankenhaus bezeichnet. Durch das Satellitenmodell sollen eine gemeindenahe psychiatrische Versorgung und eine Anbindung an die somatische Medizin gefördert werden. Die Zutrittsschwelle zur psychiatrischen Station am Allgemeinkrankenhaus soll sich sowohl aufgrund der besseren Erreichbarkeit als auch aufgrund der geringeren Stigmatisierung im Vergleich zum psychiatrischen Fachkrankenhaus verringern. Wir untersuchten, ob sich die Distanz zwischen Wohn- und Behandlungsort (Gemeindenähe), die Anzahl der Aufnahmen, die Verweildauer, die belegten Betten, die Freiwilligkeit der Aufnahme und die Aufnahmepsychopathologie von Schizophreniepatienten aus dem Landkreis Ravensburg-Ost (RV-Ost, württembergisches Allgäu) ein halbes Jahr vor bis ein Jahr nach der Eröffnung der Satellitenstation Wangen im Allgäu veränderte. Zur Kontrolle diente der Landkreis Bodensee-West, der über denselben Zeitraum durchgehend vom entfernt liegenden Zentrum für Psychiatrie Weißenau versorgt wurde. Durch die Eröffnung der Satellitenstation am Allgemeinkrankenhaus in Wangen konnte die Distanz zwischen Wohnund Behandlungsort für die Schizophreniepatienten des Landkreises RV-Ost von durchschnittlich 34 auf 19 km verkürzt werden. Die Anzahl der stationär behandelten Schizophreniepatienten aus dem Landkreis RV-Ost stieg von 0,3 auf 0,5 Aufnahmen pro 1.000 Einwohner bei einer gleichzeitigen Reduktion der Verweildauer um 25%. Die Bettenbelegung mit Schizophreniepatienten stieg von 0,12 auf 0,14 Betten pro 1.000 Einwohner und entsprach damit der Bettenbelegung im Kontrollsektor Bodensee-West. Auf der Satellitenstation wurden 82% der Schizophreniepatienten aus dem Landkreis RV-Ost aufgenommen und dort bis zu ihrer Entlassung behandelt. Verlegungen zwischen Satellit und Mutterhaus waren selten. Tendenziell registrierten wir für diese Patienten nach der Eröffnung der Satellitenstation mehr freiwillige Aufnahmen und eine geringere Aufnahmepsychopathologie.

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