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Globigerina ciperoensis (Foraminiferida) in the Oligocene and Miocene of the Central Paratethys

Fred Rögl
Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien. Serie A für Mineralogie und Petrographie, Geologie und Paläontologie, Anthropologie und Prähistorie
96. Bd. (1994), pp. 133-159
Published by: Naturhistorisches Museum
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/41701939
Page Count: 26
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Abstract

An analysis of five-chambered globigerinas of the G. ciperoensis-group and related forms from the Oligocene and Miocene of the Central Paratethys shows that, by applying a strict species concept including morphometric analysis, it is possible to distinguish a series of different morphospecies. During the Oligocene the central type Globigerina ciperoensis Bolli is present, accompanied by G. angulisuturalis Bolli, and G. anguliofficinalis Blow. The microperforate "Globigerina" angustiumbilicata Bolli is excluded from the ciperoensis-group; it has been selected as the typespecies of the genus Tenuitellinata by Li Qianyu. In the lower Miocene the ciperoensis-group becomes relatively variable. In the Central Paratethys Globigerina ottnangiensis Rögl, Globigerina dubia Egger (not very common) and G. anguliofficinalis Blow are present. Globigerina cf. pseudociperoensis Blow occurs in the late early Miocene (Karpatian). A distinctly new group appears together with this species, Globigerina concinna Reuss, a very large species with a wide and open umbilicus. Similar large forms are present in the early – middle Oligocene (Kiscellian) of the Alpine – Carpathian foredeep in the Paratethys: Globigerina wagneri n. sp. and Globigerinella megaperta n. sp. Both species exhibit about 5–6 chambers in the final whorl, and occasionally aberrant, sacklike chambers during ontogeny. This is interpreted to reflect abnormal palecological conditions which existed during the formation of the Paratethys. Die Entwicklung fünfkammeriger Globigerinen des Formenkreises von Globigerina ciperoensis Bolli und ähnlicher Arten im Oligozän und Miozän der Zentralen Paratethys wurde untersucht. Es zeigt sich, daß eine eng begrenzte Artendefinition notwendig ist, um die zahlreichen Morphotypen zu separieren und ihre stratigraphische Abfolge erkennen zu können. Ausgehend von den Faunen der Typlokalitäten in Trinidad wird Globigerina ciperoensis genauer definiert. Es handelt sich dabei um eine Art, die eine regelmäßige Kammerzunahme und damit verbunden eine fast kreisförmige Peripherie besitzt; in jeder Windung sind 5 kugelige, gut voneinander getrennte Kammern vorhanden. Die Apertur liegt umbilikal, über einem offenen Umbilikus. Neben der Gehäusemorphologie wurde eine morphometrische Auswertung der größten Gehäusedurchmesser herangezogen, um die anderen fünfkammerigen Arten separieren zu können. G. ciperoensis ist in der Zentralen Paratethys durchschnittlich kleiner als in der Karibik. Eine ähnliche Gehäusemorphologie besitzt Globigerina angulisuturalis Bolli mit einem geringeren Gehäusedurchmesser, eng aneinanderschließenden Kammern und markanten, tief eingeschnittenen, U-förmigen Suturen. Parallel dazu erscheint durchlaufend im ganzen Oligozän, aber auch noch im Untermiozän Globigerina anguliofficinalis Blow. Diese Art unterscheidet sich dadurch, daß die Suturen ebenfalls tief eingeschnitten, aber nicht breit U-förmig sind, und außerdem der Umbilikus sehr klein ist. „Globigerina” angustiumbilicata Bolli gehört zu den mikroperforaten planktonischen Foraminiferen und ist die Typusart des Genus Tenuitellinata Li Qianyu. Im Untermiozän der Paratethys setzt sich die ciperoensis-Gruppe mit Globigerina ottnangiensis Rögl fort. Sie hat kugelige Kammern, dadurch eine lobate Peripherie, aber im Unterschied zu G. ciperoensis eine in Größe und Position sehr variable Endkammer. Die innersten Windungen bestehen aus sehr kleinen, eng anschließenden Kammern und bilden eine flache Spira. Durch eine deutlich hoch-trochospirale Aufrollung und eine meist gegen den Umbilikus geneigte Endkammer unterscheidet sich die im gleichen Zeitbereich auftretende Globigerina dubia Egger. Als jüngste Form des ciperoensis-Kieises erscheint im höheren Untermiozän Globigerina cf. pseudociperoensis Blow. Sie hat einen weiten, offenen Umbilikus und im Gegensatz zu den anderen Arten eine vierkammerige vorletzte Windung, in einer Anordnung wie bei Globigerina praebulloides Blow. Einem neuen Formenkreis der fünfkammerigen Globigerinen gehört Globigerina concinna Reuss an, die ab dem Karpatien auftritt. Sie besitzt ein wesentlich größeres Gehäuse, 5-6 aufgeblähte, kugelige Kammern in der letzten Windung und einen weiten, offenen Umbilikus. In diesen münden die letzten 2-3 Kammern. Eine neue, ebenfalls sehr große Art wird aus dem Unter-bis Mitteloligozän der Alpen-Karpatenvortiefe (von den Prealps bis in die Waschbergzone) beschrieben: Globigerina wagneri n.sp. Sie besitzt im letzten Umgang 5-6 aufgeblähte, kugelige Kammern in lockerer Aufrollung; die letzte Kammer variiert in Größe und Lage; nicht selten treten aberrante, sackförmige Kammern auf. Im vorletzten Umgang sind nur vier, deutlich abgesetzte Kammern vorhanden. Die letzten 2-3 Kammern münden in einen sehr weiten, offenen Umbilikus; die Apertur bildet einen weiten Bogen ohne Lippe. Die Wandtextur ist spinös, nicht cancellat, entsprechend dem G. bulloides-Typus. Im gleichen stratigraphischen Horizont findet sich noch eine zweite große Form, die häufig aberrante Kammerbildungen aufweist: Globigerinella megaperta n. sp. Diese Art besitzt ein pseudo-planspirales Gehäuse mit einer kleinen, etwas unregelmäßigen (streptospiralen) Anfangswindung. Die Kammern des letzten Umganges sind wesentlich größer, aufgebläht kugelig, deutlich voneinander getrennt. Der Umbilikus ist weit und offen, die Apertur der letzten Kammer hoch, asymmetrisch äquatorial, mit einem wulstförmigen Rand. Die Wandtextur ist spinos, die Kammerwand glatt, nicht cancellat. Das Auftreten der großen Formen G. wagneri und Gl. megaperta, die meist pyritgefüllt sind, wird mit den extremen palökologischen Bedingungen (Kaltwassereinfluß und dysaerobe Bodenverhältnisse) im Unter-bis Mitteloligozän, am Beginn der Paratethys in Zusammenhang gebracht.

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