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LIDOVÝ OBLEK V 16. STOLETÍ NA ÚZEMÍ BULHARSKA VE VYOBRAZENÍCH EVROPSKÝCH AUTORŮ (Druhá studie z cestopisných pramenů)

HANA HYNKOVÁ
Český lid
Vol. 58, No. 3 (1971), pp. 156-167
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/42699829
Page Count: 20
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LIDOVÝ OBLEK V 16. STOLETÍ NA ÚZEMÍ BULHARSKA VE VYOBRAZENÍCH EVROPSKÝCH AUTORŮ (Druhá studie z cestopisných pramenů)
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Abstract

Die Autorin setzt die Bearbeitung der Problematik der Volksbekleidung in Bulgarien fort und erschöpft die zweite Gruppe der Reisebeschreibungs-Quellen, die mit ihnen eng verbundene Dokumente aus dem 16. Jahrhundert, nämlich die Abbildungen verschiedener europäischer Autoren. (In ihrem ersten Beitrag iiber die Volkskleidung in diesem Gebiete und auf dem Balkan allgemein, bearbeitete sie die Texte aus den Reisebeschreibungen; imgleiche Český lid, 1970, Nr. 6, Seite 336 — 348.) Sie stellte fest, dass die zu Schsfers Ausgabe von Chesneaus Reisebeschreibung hinzugefiigten Zeichnungen ohne Angabe des Autors Holzschnitte sind, die nach den Zeichnungen des niederländischen Zeichners Pieter Coecke van Aelst durchgefiihrt wurden und datierte sie zum Jahre 1533. Sie stsllen das Wandern der Expedition durch die Gegend mit Pässen, und eine Szene mit den Türken in der Trakija Ebene dar. Ausser den Mitgliedern und der Begleitung der Expedition und türkischen Soldaten werden auf ihnen viele Frauen und Mannergestalten mit eigenartiger Bekleidung dargestellt. Sie beschrieb die einzelnen De taille der Bekleidung, konfrontierte sie mit den Texten der Reisebeschreibungsnachrichten und zu jeder Abbildung fiigte sie eine Zusammenfassung aller übereinstimmenden Elemente hinzu. Auf diese Weise analysierte sie alle weiteren Dokumente, wie den Stich von Nicolas de Nicolay aus dem Jahre 1551, die angeblich eine Frau aus „Makedonien“ vorstellen solite, zwei kleine Zeichnungen von hutartigen Kopfbedeckungen von Hans Dernschwam aus dem Jahre 1553 und 1555', die Holzschnitte von Salomon Schweigger aus dem Jahre 1577—1578, die einen Mann und Frau aus Kuryčešme (heute Biela Palanka) und ein bulgarisches Mädchen in Konstantinopel darsttellen und schliesslich die kolorierten Zeichnungen von Andrea Wolf von Steinach von seinen Reisen im Jahre 1583. Die letzten dokumentieren die Bekleidung einer Christin in Bulgarien, einer Griechin, einer Turkin im Kleide auf der Strasse und zu Hause. Die Autorin legte einen Komplex von Erscheinungen in der Volkskleidung des 16. Jahrhunderts in Bulgarien fest, wie es iibereinstimmende Angaben in beiden Arten der iiberpriiften Quellen bestätigen. Es handelt sich vor allem um den Gebrauch von groben Materialen mit Haar zur Verfertigung kompletter Männer-und Frauenkleidung, wie auch um Leinengewebe. Das lange und umgiirtete Frauenhemd wurde als einziges Bekleidungsstiick getragen; ein andermal wurde das Hemd schon zum Unterkleidungsteil und darüber wurde ein Kleid mit Ärmeln getragen. Dieses hatte Varianten: bis zum Hais geschlossen, oder mit einem abgerundeten spitzen Ausschnitt, mit Verzierungen eingefasst, immer umgürtet. Die Existenz von Frauenhosen wird bestätigt. Der häufigste Schuhtypus sind grobe, niedrige Lederschuhe, die mit Schniiren oder Riemen kreuzweise befestigt wurden, und Schuhe aus Kotze, Filz oder gestrickte Schuhe bis unter die Knie; Schuhe, die die türkische ngenannt wurden und hohe Lederschuhe kommen nur ausnahmsweise bei gesellschaftlich höhergestellten Griechinnen und Türkinnen vor. Die Charakteristik der Frisur der ledigen Mädchen ist ein auf den Rücken heruntergelassener ZoPf; eine komplizierte Frauenfrisur aus kleinen Zöpfchen ist dokumentarisch festgelegt. Es existieren auch viele Dokumente über Frauenkopfbedeckungen in Form von Schiisseln und hohen Kegelstiimpfen, die umgekehrt auf den Kopf gesetzt sind, aus einem festen Gestell hergestellt, mit Gewebe überzogen und verschieden verziert; bei den hohen war auch eine Schnur von winzigen Verzierungen unter dem Kinn. Es existieren auch einzelne Angaben iiber weisse Hauben mit Bauschen, die mit einem geraden Streifen verziert waren. Öfter kommen Gewebestreifen vor, die hinten von der Kopfbedeckung heruntergelassen sind. Das Einwickeln des Kopfes der Frau mit zwei Schleiern, wenn sie ausreist, oder die Einhüllung der Türkinnen in ein Tuch mit langen Zipfän festgelegt. Als Männerkopfbedeckung wurden vierzipflige Hüte verwendet. Der Gebrauch von Frauenschmuck war verschiedenartig und ziemlich weit verbreitet; die Autorin fiihrt konkrete Beispiele an. Die Verzierung mit Stickerei ist in Texten und Zňchnungen auf Hemden beim Ausschnitt, auf der Brust und auf den Ärmeln belegt, augenscheinlich auch auf dem Kleid beim Ausschnitt und auf der weissen Haube (das Annähen f ester Verzierungen ist nicht ausgeschlossen.) Bezüglich des Farbenreichtums des Materials ist braunes Tuch, (auf den Kleidungsteilen der Bulgaren) und blaues Gewebe ( bei den Griechen) übereinstimmend dokumentiert. Eine zusammenfassende Analyse aller Detailis, also inklusive jener, welche in beiden Quellenarten unterschiedlich sind, die nur in einer Dokumentenart vertreten oder die strittig sind, genau so wie die Fragen der Regionalität und Ethnizität, wird die Autorin nach der Uberprüfuag des gegenwärtigen jüngeren und älteren Textes und Bildervergleichsmaterials, aus denselben und entfernteren Gebieten, in ihrer weiteren Arbeit in Betracht nehmen.

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