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BULHARSKÉ LIDOVÉ PÍSNĚ O DUBNOVÉM POVSTÁNÍ ROKU 1876

HANA HYNKOVÁ
Český lid
Vol. 63, No. 4 (1976), pp. 223-226
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/42700523
Page Count: 4
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BULHARSKÉ LIDOVÉ PÍSNĚ O DUBNOVÉM POVSTÁNÍ ROKU 1876
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Abstract

Eines der bekanntesten Daten in der Historie der Bulgarischen Volksrepublik ist der April 1876, als der Kampf des bulgarischen Volkes gegen die fünfhundert Jahre lang dauernde Obergewalt des Türkischen Reiches und gegen dessen feudales System gipfelte, der von der bulgarischen revolutionären Partei, an deren Spitze die Ideologen Georgi S. Rakovski, Vasil Levski, Ljuben Karavelov und Christo Botev standen, organisiert wurde. Der April-Aujstand, an dem breite Massen der Arbeitenden in Dörfern und Städten teilnahmen, die Heidenhaftigkeit der Aufriihrer und die an den Gefangenen und an der nicht bewaffneten Einwohnerschaft verübten Greueltaten wurden zum Thema der Schöpfung vieler fortschrittlicher damaliger Schriftsteller bei uns und auch in anderen Ländern, und selbstverständlich in Bulgarien. Ein Widerhall der historischen Ereignisse sind auch die bulgarischen Volkslieder. Die meisten stammen aus jenen Orten und Gebieten, wo die erbittertsten Kämpfe stattfanden. In vielen Varianten ist z. B. das Lied über den Beginn des Kampfes in den Aufrührerzentren Klisura und Panagjurište, dessen Befehlshaber „vojvoda" Georgi Benkovski war und an dem sich auch eine Frau Rajna Popgeorgieva, genannt Rajna Kněžňa beteiligte, welche eine Aufständerfahne mit dem Losungswort „Freiheit oder Tod" stickte. Das Lied drückt auch die innige Beziehung des bulgarischen Volkes zum russischen Volke aus, von welchem es Hilfe in seinem Kampfe um die nationale Befreiung erwartete. Ein Schuss aus dem Kirschenholz, welcher im Liede erwähnt wird, entspricht auch der Wirklichkeit, da die Aufrührer wegen Mangel an Waffen Kanonen mit Läufen aus Kirschbaumstämmen konstruierten. Eines der Lieder aus Trnovo verherrlicht das aufrichtige Nationalbewusstsein der Aufrührer, ihre militärische Vorbereitung und schliesslich der Heldentod der lokalen Organisatoren des Aufstandes, der Lehrer Ivan Panov, Kiro Petrovič und Canko Djustabanov. Eine grosse Organisationsfähigkeit, Mut und Heldenhaftigkeit erwies die Stadt Batak in den West-Rodopen, woher ein Lied bekannt ist, das zum Kampfe und Sturze des Jochs der Unterdrückung auffordert. Ein anderes Lied schildert den Verlauf des Aufstandes und seine tragische Beendung im dortigen Kirchlein, wo die türkischen Soldaten an 600 Menschen erschlugen und weder Säuglinge, noch Mütter und Wickelkinder verschonten. Die Lieder über den April-Aufstand im Jahre 1876 knüpfen an die Hajduk-Lieder an und schöpfen aus den reichen Traditionen des bulgarischen epischen Schaffens und dabei drücken sie treu und vollkommen die Stimmungen, das Fühlen und Denken der derzeitigen Gesellschaft aus. Sie blieben auch für die weiteren Generationen aktuel und manche leben noch bis heute. An diese knüpften neuere Lieder mit Kampfthematik, sowie Lieder über den sozialistischen Aufbau an.

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