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K PROBLÉMU ŽÁNROVÉ PODSTATY, KOMPOZICE A STYLU DĚLNICKÉ LIDOVÉ PRÓZY

DAGMAR KLÍMOVÁ-RYCHNOVÁ
Český lid
Vol. 60, No. 1 (1973), pp. 3-14
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/42702498
Page Count: 12
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K PROBLÉMU ŽÁNROVÉ PODSTATY, KOMPOZICE A STYLU DĚLNICKÉ LIDOVÉ PRÓZY
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Abstract

Die Autorin äussert ihre Ansichten an Werke, die in den vergangenen fünfzehn Jahren teils der volkstiimlichen Arbeiterprosa, teils den Problemen, welche zur Ausarbeitung der Theorie der sogenannten untraditionellsn Genres — Erzählungen aus dem Leben, Randtypen von Sagengenres, einiger anekd otisch en Typen u.a. — gewidmet waren. Sie verfolgt, in welchem Masse die Theorie der Arbeiterfolklore und im breiteren Sinne des Wortes die Theorie der untraditionellen Folklore in unserer Folklorep roduktion aus der Nachkriegszeit sowie im Auslande ausgearbeitet ist. Sie vermerkt systematisch die theoretisch en Werke der sowjetischen Forscher, wo dieses Studium seinen festen Platz in der Fachtheorie einnimmt. Die von einzelnen Forschern ausgesprochenen Thesen konfrontiert sie mit ihren eigenen Erfahrungen, sowohl mit der prosaischen Arbeiter folklore, als auch mit untraditionellen Genres im breiten Sinne des Wortes. Zum Umriss der Hauptprobleme, die bisher in der Folkloreliteratur gelöst wurden, fügte die Autorin eine charakteristische Gruppe von Textproben bei, deren „Sujetmotiv“ auf der Beschreibung der Arbeit basiert. Im Kommentar zu diesen Texten trachtet sie auf die Gesetzmässigkeit der Folkloreschöpfung dieses Types hinzuweisen und zu zeigen, wo die Stilisationsvorgänge zu erblicken sind, die bei diesen Texten eine emotionale, eventuell direkt künstlerische Wirkung auf das Publikum, für welches sie bestimmt waren, heruorrufen. In ihrer Abhandlung macht die Autorin auch auf manche heikle Stellen beim Studium dieses stark veränderlichen und scheinbar unförmigen Materials aufmerksam. Das Material reagiert grösstenteils sehr empfindlich auf die Umstände der Eintragungen, während denen es eine atypische, für das reguläre Publikum niemals anwendbare Form annehmen kann. Unsere Analyse erschwert auch der allgemeine Stand der herausgegebenen Texte. In älteren Sammlungen, die nicht auf das Studium der Arbeiterschaft spezialisiert waren, gibt es verhältnismässig wenig Texte, die wir für unsere Analyse benötigen würden, d. h. Texte von Arbeiterrepertoiren im engeren Sinne (mit Themen, die aus Lebenssituationen, aus Arbeiterprofessionen usw. schöpfen) und Texten, die nicht literarisch bearbeitet wurden. Die Sammlungen wurden auch in den einzelnen Zeitabschnitten ziemlich einseitig durchgeführt. Bei uns z. B. wldmete man die Auf merksamkeit fast ausschliesslich dem Bergbau, in der Sowjetunion wieder den gesellschaftlich wichtigen Themen über Arbeiterkämpfe und Unterdrückung, zum Nachteil der Anekdote und anderer Arten von Texten. Unsere Bemühung um Rekonstruktion der Erzählungstradition der Arbeiterschaft im Verlaufe seiner ganzen Entfaltung erschwert der Umstand, dass eben die gesellschaftlich schwerwiegendsten Themen rasch ihre Aktualität verlieren und dass manche von ihnen daher aus dem Repertoir verschwanden, noch ehe sie von Folkloristen vermerkt werden konnten. Die Arbeiterprosa ist ein theoretisch wenig bearbeitetes Fach (die überwiegende Zahl der Arbeiten war den Liedern gewidmet), und daher wird sie eine dankbare Aufgabe für mindestens eine Generation von Folkloristen vorstellen. Auch die breiteteren Probleme des Genres, das den Hauptbestandteil bildet — das realistische Erzählen von Erlebnissen, einerlei ob dieses „Tradition", „Erzahlungen aus dem Leben“, „Memorate", „Beispiele“ oder „Sagena im breiten Sinne des Wortes genannt wird, ist einer Erforschung wert. Es verändert sich die Gesellschaft, es änderten sich die Sammlertechniken, und daher verändert sich auch sehr wesentlich die Auffasung der Folkloristik.

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