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PŘEMĚNA SOCIOPROFESIONÁLNÍ STRUKTURY VESNICE V 2. POLOVINĚ 19. STOLETÍ (NA PŘÍKLADĚ OBCE PŘEZLETICE, O. PRAHA-VÝCHOD)

VĚRA HRUŠKOVÁ
Český lid
Vol. 73, No. 3 (1986), pp. 143-152
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/42703344
Page Count: 10
Topics: Ales
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PŘEMĚNA SOCIOPROFESIONÁLNÍ STRUKTURY VESNICE V 2. POLOVINĚ 19. STOLETÍ (NA PŘÍKLADĚ OBCE PŘEZLETICE, O. PRAHA-VÝCHOD)
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Abstract

Die grundlegende Frage, die sich die Autorin im Zusammenhang mit dem Studium der Lebensweise der Arbeiterklasse auf dem Lande stellt, ist die Entstehung und Entwicklung dieser neuen Gesellschaftsschicht im Rahmen der ländlichen Gemeinschaft. Sie führt eine Analyse der Wandlung der sozio-professionellen Struktur am Beispiel eines Prager stadtnahen Dorfes aus den statistischen Quellen der Mitte und des ausgehenden 19. Jahrhunderts durch, die sie mit Matrikenaufzeichnungen kombiniert. Sie gelangt zu dem Schluß, daß Hauptmerkmal der Wandlung der sozio-professionellen Struktur zwar der Übergang des überwiegenden Teiles der ursprünglichen Landarbeiter in die Reihen des Industrieproletariats ist, daß jedoch dieser Prozeß allmählich und nach und nach mit einer ganzen Reihe von Übergangsformen in der Beschäftigung verlief. Die in Entstehung begriffene Arbeiterklasse, so wie sie im Jahre 1900 erfaßt wird, war uneinheitlich und innerlich differenziert. Sie bestand aus fünf Gruppen: den Land-, Bau-, Zuckerraffinerie-, Maschinenbau- und Handwerkarbeitern. Die zahlenmäßig stärkste Gruppe von ihnen waren die qualifizierten und halbqualifizierten Arbeiter der Bauprofessionen. Es war dies die erste Übergangsstufe von den Land- zu den Industriearbeitern. Es handelte sich um Saisonarbeiter, die allgemein zu einer ganzjährigen Beschäftigung tendierten. Diese Möglichkeit boten ihnen teilweise die unweit gelegenen Zuckerraffinerien, denn beide Beschäftigungen ergänzten einander zeitlich. In der Zuckerrübenkampagne konnte nur ein Teil von ihnen beschäftigt werden. Die meisten von ihnen blieben während der Winterszeit arbeitslos, angewiesen auf eine gelegentliche Erwerbstätigkeit. Die Sehnsucht nach einer ganzjährigen qualifizierten Beschäftigung konnte erst die weitere Generation verwirklichen — die Söhne der Bau- und Landarbeiter, die im Jahre 1900 ein Handwerk in den Maschinenbaubetrieben erlernten. Die Dominanz der Lehrlinge dieser Branche und die Existenz einer kleinen Gruppe junger qualifizierter Maschinenbauarbeiter signalisieren eindeutig den Entwicklungstrend der hiesigen Arbeiterklasse. Sie strebte am Ende des 19. Jahrhunderts eine qualifizierte und ganzjährige Beschäftigung an und schaltete sich so in die Gruppe des klassischen Proletariats — der Fabriksarbeiter in den Maschinenbauunternehmungen — ein. Trotz der sozialen Differenzierung des Dorfes und des Anwachsens der Arbeiterklasse wahrte das flache Land auch weiterhin seinen landwirtschaftlichen Charakter. Die Lohnabhängigen in der Landwirtschaft bildeten im Jahre 1900 die zahlenmäßg stärkste professionelle Gruppe. Ihre überwiegende Komponente bildeten aber die ortsansässigen Frauen — die Ehefrauen, Schwestern und Töchter der ursprünglich in der Landwirtschaft, nunmehr jedoch bereits systematisch außerhalb der Landwirtschaft tätigen Arbeiter. Bei der Verfolgung dieses Wandlungsprozesses der sozio-professionellen Struktur und der „Umgruppierung" der lohnabhängigen Arbeitskräfte, die selbstverständlic ihren historischen Hintergrund hat, muß man bedenken, daß er aus inneren Beweggründen erfolgte; die Zahl der hiesigen Bevölkerung vergrößerte sich auf natürlichem Weg ohne äußeren Migrationseingriff.

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