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Agency and the Imputation of Consequences in Kant's Ethics

Andrews Reath
Jahrbuch für Recht und Ethik / Annual Review of Law and Ethics
Vol. 2, Themenschwerpunkt: Zurechnung von Verhalten Imputation of Conduct (1994), pp. 259-281
Published by: Duncker & Humblot GmbH
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/43592903
Page Count: 23
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Agency and the Imputation of Consequences in Kant's Ethics
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Abstract

Nach Kant werden dem Handelnden, der eine strikte moralische Pflicht verletzt, die schlechten Folgen dieses seines Verhaltens stets zugerechnet, und zwar unabhängig davon, ob diese Folgen nun vorhersehbar waren oder nicht. Umgekehrt: Schlechte Folgen, die aus einem pflichtgemäßen Verhalten hervorgehen, sind nicht zurechenbar. Der Beitrag untersucht das Konzept, das diesen Kantischen Prinzipien für die moralische Zurechnung schlechter Folgen zugrunde liegt. Ein Ziel ist es dabei zu zeigen, wie Kant Zurechenbarkeit nicht als ein metaphysisches oder als ein Problem der Kausalität behandelt, sondern als eine Frage der praktischen Vernunft, die im Zusammenhang mit den moralischen Normen erster Ordnung auftaucht. Dies deshalb, weil die Relevanz der Handlungen, die für die Zurechnung in Frage kommen, in erster Linie von den moralischen Normen herkommt, und weil, was zurechenbar ist, von der vorherigen Bestimmung dessen abhängt, was die moralischen Pflichten des Handelnden sind. Die Grundidee der Kantischen Prinzipien besteht darin, daß das Subjekt, dem eine Handlung oder deren Folgen zugerechnet werden, als Urheber der Handlung betrachtet werden muß. Schlechte Folgen einer Handlung sind einem Handelnden, der eine Pflicht verletzt, deshalb zuzurechnen, weil der Handelnde mit der Überschreitung der von der Moral gesetzten Grenzen „aus eigener Machtvollkommenheit“ handelt. Unvorhersehbare oder zufällig eintretende Folgen können unter Zugrundelegung dieses Prinzips aus folgenden Gründen zugerechnet werden: Obwohl die Folgen nicht vorhersehbar gewesen sein mögen, hatte der Handelnde, da er einer moralischen Pflicht unterworfen war, doch einen zwingenden Grund dafür und deshalb auch die Möglichkeit dazu, von der Handlung Abstand zu nehmen, die zu jenen Folgen geführt hat. Wenn Kants Prinzipien, hat man ihre Grundlagen erst einmal verstanden, im allgemeinen auch plausibel sind, ist es doch so, daß die Möglichkeit von schlechten Folgen, die mit einer Pflichtverletzung nur zufälligerweise verknüpft sind, eine Einschränkung der Zurechnung fordert. Der Beitrag schließt mit dem Vorschlag, einen Erfolg, der aus einer Pflichtverletzung resultiert, nur dann zuzurechnen, wenn die moralische Verpflichtung, der der Handelnde unterworfen ist, einen Grund dafür liefert, so zu handeln, daß die Folgen dieses Typs von Handlung normalerweise verhindert oder vermieden werden.

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