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Contemporary Thinking About Primitive Religion

William J. Goode
Sociologus
Neue Folge / New Series, Vol. 5, No. 2 (1955), pp. 122-132
Published by: Duncker & Humblot GmbH
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/43644341
Page Count: 11
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Contemporary Thinking About Primitive Religion
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Abstract

In der Erforschung der Religion vollzieht sich z. Z. eine entscheidende Wendung: an die Stelle der spekulativen, nicht beweisbaren Schau tritt die systematische, nach allgemeingültigen soziologischen Aussagen strebende Beobachtung. Diese richtet sich nicht mehr allein auf die religiösen Führerpersönlichkeiten und ihre Lehren, sondern ebenso auf das religiöse Handeln und Erleben des Durchschnittsmenschen. Sie mißt den „primitiven“ Religionen die gleiche wissenschaftliche Bedeutung bei wie den Hochreligionen. Damit verliert die herkömmliche (wiewohl ohnehin nur für die technische Entwicklung zutreffende) Unterscheidung von „primitiv“ und „zivilisiert“ ihre Berechtigung. Auch die häufig vorgenommene Gleichsetzung von „primitiv“ und „urtümlich“ ist unzulässig: da prähistorische Kultgegenstände u. ä. nicht erkennen lassen, welche Bedeutung sie für die Menschen besaßen, bleibt die „urtümliche“, d. h. der schriftlosen Vergangenheit angehörende Religion für die soziologische Forschung auf immer verschlossen. Auch die heutigen „primitiven“ Religionen sind niemals „rein“, d. h. ohne Beeinflussung von anderen Kulturen zu betrachten; so vermindert sich ihre wissenschaftliche Ergiebigkeit auch durch den Kontakt mit der europäischen Kultur nicht. Die künftige Forschung bedarf eines Gerüstes von — vorerst nur hypothetischen — Generalisaerungen über religiöse Formen; sie verlangt nach einer — wenngleich vorläufig nur theoretisch aufzustellenden — Typologie der religiösen Systeme; und sie nötigt zu einer Reihe methodologischer Konsequenzen, so etwa zum Verzicht auf eschatologische Erkenntnisse und zur Beschränkung auf die empirisch zugänglichen religiösen Phänomene.

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