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Teaching Media

Teaching Media: Medientheorie für die Schulpraxis – Grundlagen, Beispiele, Perspektiven (unter Mitarbeit von Linda Leskau, Kathrin Lohse, Arne Malmsheimer und Jens Schröter)

Elisabeth Kampmann
Gregor Schwering
Copyright Date: 2017
Published by: Transcript Verlag
OPEN ACCESS
https://www.jstor.org/stable/j.ctv8d5ss1
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  • Book Info
    Teaching Media
    Book Description:

    Medien bestimmen heute im Unterricht und auf dem Schulhof den Schulalltag. Demgegenüber steht allerdings häufig die Unsicherheit darüber, wie Medien »richtig« genutzt werden können, was Medien überhaupt sind und was sie zu leisten vermögen. Dieses Buch macht fit für eine kompetente Medienerziehung an der Schule! Angehende und erfahrene Lehrer_innen erhalten einen historischen Überblick über die Kontroversen um Chancen und Gefahren der Mediennutzung, eine Auswahl von kommentierten Auszügen klassischer Texte zur Medienreflexion sowie konkrete Anregungen zu einem medienkundlichen Unterricht. Die verständliche und an den Bedürfnissen des Schulunterrichts orientierte Darstellung der zentralen Konzepte, Entwicklungen und Erkenntnisse der Medientheorie und -geschichte machen den Band zur Pflichtlektüre für Lehramtsstudierende, Referendar_innen und Lehrer_innen unterschiedlicher Fachrichtungen.

    eISBN: 978-3-8394-3053-8
    Subjects: Education

Table of Contents

  1. (pp. 9-10)
    Elisabeth Kampmann and Gregor Schwering
  2. (pp. 11-18)

    Eine beliebte Frage an Jugendliche und Jungerwachsene lautet: » Wie stellen Sie sich Ihre berufliche Zukunft vor?« Nicht wenige, kann man sagen und wissen Hochschullehrende, würden darauf mit » etwas mit Medien « antworten (vgl. Heinevetter/Sanchez 2008). Medien repräsentieren den Zeitgeist und sind cool. Sie versprechen Glamour sowie interessante Perspektiven und Projekte. Und wenn man sich – auf einer Party beispielsweise – als ›Medienfrau‹ oder ›-mann‹ zu erkennen gibt, hat man, so das Klischee, gewonnen. Man gilt als jemand, der Zugang zu den aufregenden Dingen des Lebens hat, der nah am Puls des Geschehens und der Zukunft ist, der die wirklich spannenden...

  3. (pp. 19-30)

    Die Medienpädagogik als eigenständige Disziplin ist recht jung. Fragen der Medienerziehung sind jedoch in den meisten Fällen mit pädagogischen Ansätzen verknüpft (vgl. von Gross/Meister/Sander 2015). Eine These von Dieter Baacke u.a. bringt es auf den Punkt: » Lebenswelten sind Medienwelten « (Baacke/Sander/Vollbrecht 1990) – und das nicht erst seit ein paar Jahrzehnten. Eine Pädagogik, die sich mit Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzt, muss sich also zu Medien positionieren: Was sollen Kinder und Jugendliche über Medien lernen, was sollen sie mit Medien tun, was schadet ihnen?

    Schon seit vielen Jahren wird von Seiten der Politik eine stärkere Einbindung der Medienpädagogik in...

  4. (pp. 31-42)

    Die Geschichte der Medien ist bisher in vielfältiger Form erzählt worden. Es gibt sowohl kurze als auch ausführliche Historiographien einzelner Medien (Schrift, Film, Fernsehen, Internet etc.), Medienformate (etwa: optische oder akustische Medien), Medienprodukte und -institutionen (etwa: Buch, Kino, Sendeanstalten, Verlage etc.) oder Medienepochen (etwa: ›Gutenberg-Galaxis‹, ›Massenmedien‹, › digitales Zeitalter‹) sowie diverse Versuche, Mediengeschichte insgesamt – von den Anfängen in der Höhle von Lascaux oder anderswo bis zum Web 2.0 – darzustellen (vgl. Schröter/Schwering 2014).

    Bevor wir im Weiteren einige Modelle solcher Mediengeschichtsschreibung kurz sichten und vorstellen werden, um von da aus einen eigenen Weg zu finden, ist jedoch ein kurzer Exkurs in...

  5. (pp. 43-164)

    Dass dies keine belanglose Frage ist, konnte oben schon deutlich werden, als es um die Konstruktion von Geschichte ging, d.h. um den Blick, der aus ganz verschiedenen Winkeln (Modelle) auf sie geworfen werden kann. Also: Seit wann gibt es Medien und wo beginnt folglich ihre Historie? Startet diese erst mit den modernen Medien, also jenseits der ›Gutenberg-Galaxis‹ (McLuhan) z.B. mit der Fotografie? Das wäre im 19. Jahrhundert und die Geschichte der Medien wäre entsprechend kurz. Oder liegt der Nullpunkt viel früher, insofern auch die Sprache als Medium bezeichnet werden kann und muss?

    Aus mehreren Gründen liegt es nahe, letzteres anzunehmen....

  6. (pp. 165-196)

    Das Werk des kanadischen Kulturtheoretikers Herbert Marshall McLuhan (1911-1980) erlangte für die Entwicklung der Medientheorie seit den 1960er Jahren große Bedeutung. Seine Medientheorie geht von den Wirkungen der Medien auf den menschlichen Sinnesapparat aus. Kritiker werfen ihm aufgrund seiner sprunghaften Argumentation mangelnde Stringenz vor. Durch den Schlagwortcharakter, den seine Texte passagenweise haben, wurden seine Thesen oftmals aus dem Veröffentlichungskontext herausgelöst und in neuen Zusammenhängen zitiert. So erlangten Schlagwörter wie das »globale Dorf« oder »das Medium ist die Botschaft« großen Bekanntheitsgrad über die Medienwissenschaften hinaus. Für die Medienwissenschaften ist der Fokus, den McLuhan von den vermeintlich durch ein Medium vermittelten Inhalten...

  7. (pp. 197-254)

    Die Werke des antiken griechischen Philosophen Platon (427-347 v. Chr.) stellen in der Geschichte der Philosophie ein Unikum dar: Hier wird nicht, wie es dann bald darauf Platons Schüler Aristoteles – als Vorbild für alles schriftliche Philosophieren nach ihm – praktiziert, eigenes Denken bloß zu Papier gebracht, um die Ergebnisse dieses Denkens zu dokumentieren. Platon wählt eine andere Form der Darstellung: Statt wie Aristoteles etwa eigene Vorlesungsnotizen zu veröffentlichen, kleidet Platon sein Denken in die Form des schriftlichen Dialoges, den jeweils einige Gesprächspartner miteinander führen, wobei sein Lehrer Sokrates das Gespräch lenkt. Diese Form der Darstellung ist von Platon mit Bedacht gewählt...

  8. (pp. 255-280)

    Da das moderne Mädchen gelernt hat, daß sie ihre Energie aus Busen und Beinen bezieht, bringt sie diese in Form, aber eher als Teile eines Erfolgsbaukastens denn im Dienste von Erotik und Sinnlichkeit. Sie läßt ihre Beine mit männlichem Drive und Selbstvertrauen aus den Hüften schwingen. Sie weiß, daß einem › scharfen Gestell alle Türen offen stehen‹. Ihre Beine sind nicht direkt Ausdruck ihres Geschmacks oder ihrer Individualität, sondern lediglich Ausstellungsstücke wie der Kühlergrill eines Autos. Sie sind mit Rendezvous ködernde Antriebsstangen, die das männliche Publikum auf Trab bringen. (McLuhan 1996, S. 132)

    So klingt es, wenn der bekannte Medientheoretiker...

Creative Commons Attribution 4.0 International License (CC BY 4.0)
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