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Gestaltungsraum Hochschullehre

Gestaltungsraum Hochschullehre: Potenziale nicht-traditionell Studierender nutzen

Benjamin Klages
Marion Bonillo
Stefan Reinders
Axel Bohmeyer
Copyright Date: 2015
Edition: 1
https://doi.org/10.2307/j.ctvbkjxh3
Pages: 298
OPEN ACCESS
https://www.jstor.org/stable/j.ctvbkjxh3
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  • Book Info
    Gestaltungsraum Hochschullehre
    Book Description:

    Mit der "Öffnung der Hochschulen“ für "nicht traditionell Studierende“ sind bildungspolitische Forderungen nach tiefgreifenden Reformen an bundesdeutsche Hochschulen adressiert. Wie stellen sich Hochschulen diesen Anforderungen und welche curricular-didaktischen Überlegungen folgen daraus? Die Autor_innen greifen diese Frage als produktives Moment in entwicklungsorientiertem, hochschuldidaktisch begründetem Handeln auf und loten das Potenzial – sowohl für Veränderungen als auch für Stabilisierungen im Gestaltungsraum Hochschullehre – exemplarisch aus. Vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen einer Hochschule für angewandte Wissenschaft diskutieren sie die Möglichkeiten einer zielgruppenspezifischen, curricular-didaktischen Weiterentwicklung berufsbegleitender, sozialwissenschaftlich ausgerichteter Studiengänge und legen weiterführende Reflexionen vor.

    eISBN: 978-3-86388-274-7
    Subjects: Education

Table of Contents

  1. (pp. 9-10)
    Claudia Schacke and Axel Bohmeyer

    In der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, die die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland 2012 untersucht, finden sogenannte nicht-traditionell Studierende – also Studierende, die die regulären schulischen Voraussetzungen für den Hochschulzugang nicht erfüllen sowie Studierende, die nicht in der vorherrschenden Form des Vollzeit-und Präsenzstudiums studieren – keine Erwähnung. Der weitaus größte Teil der Student_ innenschaft hat laut der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks die allgemeine Hochschulreife erworben (83 Prozent), 12 Prozent verfügen über die Fachhochschulreife und vier Prozent über die fachgebundene Hochschulreife. Nur ein Prozent der Studierenden wurden auf der Grundlage ihrer beruflichen Qualifikationen zum Studium zugelassen.¹ Doch diese...

  2. (pp. 11-16)
    Stefan Reinders, Benjamin Klages and Marion Bonillo

    Unter der bildungspolitischen Prämisse des „Lebenslangen Lernens“ als Reaktion auf den demographischen Wandel in Europa, Marktentwicklung und Globalisierung werden Hochschulen aufgerufen, neue Bildungswege für die sogenannten „nicht-traditionell Studierenden“ zu eröffnen und entsprechende Entwicklungen zu initiieren. Die in diesem Reformprozess neu benannten Bedarfe an hochwertigem, nämlich sowohl beschleunigtem als auch zielbewussterem Studium, lassen einerseits auf den Anspruch und die thematische Breite, andererseits auf die Widersprüchlichkeit der aktuellen Reformanstrengungen schließen. Denn mit ihnen werden grundlegende Fragen akademischer Bildung neu verhandelt. Wenn mit Dahrendorf die Tradition der Hochschule in der „Wissenschaft oder, genauer, der Bildung durch Wissenschaft“ gesehen wird (Dahrendorf 1964), ist dies...

  3. (pp. 17-36)
    Andrä Wolter and Ulf Banscherus

    Seit 2011 werden zahlreiche Hochschulen im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ bei der Entwicklung und Erprobung von berufsbegleitenden, flexiblen und/oder weiterbildenden Studienangeboten unterstützt, die sich vor allem an Zielgruppen richten, die nicht – dem üblichen Verständnis eines „Normalstudierenden“ entsprechend – im Alter von ca. 20 Jahren im Anschluss an das Abitur und in der Regel ohne berufliche Vorbildung ein Studium beginnen. In diesem Beitrag wird zunächst an die nationale und internationale Diskussion um lebenslanges Lernen und eine „Offene Hochschule“ erinnert, in deren Kontext auch der Wettbewerb zu sehen ist, und die vielfältige Überschneidungen mit seinen Zielsetzungen aufweist. Daran anschließend...

  4. Heterogenität – Potenziale der Unterscheidungen

    • (pp. 39-58)
      Ralf Quindel

      Seit Beginn meiner Tätigkeit als Professor an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin vor gut 10 Jahren bin ich im hochschulinternen Diskurs um „Gute Lehre“ zunehmend mit Formulierungen und damit Logiken ökonomischer Diskurse konfrontiert, die im Widerspruch zu den im Bologna-Prozess formulierten hochschulpolitischen Zielen stehen. Ich möchte diesen Beitrag nutzen, um die Folgen der Ökonomisierung des hochschuldidaktischen Diskurses für Lehre und Studium am Beispiel des Studiums der Sozialen Arbeit zu diskutieren. Dabei sollen die paradoxen Effekte beschrieben werden, die eine Orientierung an Employability und Output (z.B. Lernziele), Messbarkeit (z.B. Workload), Prozesssteuerung (z.B. Credits) für die Ausgestaltung des Hochschulstudiums mit...

    • (pp. 59-72)
      Kai Schmidt

      Gegenstand dieses Beitrags sind Denkfiguren und Begründungsmuster, mit denen die systematische Beobachtung von Studium und Lehre durch Studierende konzipiert wird. Ausgangspunkt dafür ist ein Text, der aus einer beobachteten zunehmenden Heterogenität der Studierenden idealtypisch einen tiefgreifenden Reformbedarf begründet. In dem 2014 im Auftrag des Projekts „nexus“ der Hochschulrektorenkonferenz erstellten Fachgutachten „Eine heterogenitätsorientierte Lehr-/Lernkultur für eine Hochschule der Zukunft“ (Wild/Esdar 2014) vertreten die Autorinnen die Position, dass ein Element einer diversitätsorientierten Hochschulentwicklung die Weiterentwicklung der Formen der systematischen Selbstbeobachtung ist, d.h. der Formen der Evaluation, wie sie im Rahmen des Qualitätsmanagements praktiziert werden. Die von ihnen formulierte Empfehlung markiert eine Unterscheidung...

    • (pp. 73-84)
      Birgit Szczyrba and Timo van Treeck

      Viele Hochschulen nutzen die Heterogenität ihrer Studierenden und damit verbundene Herausforderungen für institutionelle Entwicklungsprozesse und passen ihre Lehr-und Lernarrangements an (vgl. Stifterverband 2012). Als Problem erscheinende Heterogenität wird so zur Diversität – Unterschiede zur Vielfalt. Diversitätsfreundliche Lehr-und Lernsettings verlangen jedoch von den Lehrenden Kompetenzprofile, in die dafür förderliche Haltungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten einfließen (Szczyrba 2010). Die Verantwortung der Hochschulen ist es jetzt, allen Lehrenden zu ermöglichen, diesen Entwicklungsprozess mitzugehen (Heuchemer 2015). Mit ihrem partizipativ entstandenen Leitbild guter Lehre hat die Technische Hochschule, ehemals Fachhochschule Köln alle hochschulischen Akteursgruppen mitgenommen. Ein wesentliches Element des Leitbildes als Teil des Hochschulentwicklungsplans 2020 ist das...

    • (pp. 85-104)
      Andrea Nachtigall and Sandra Smykalla

      Vielfalt, Diversität, Heterogenität, wahlweise auch Diversity, Intersektionalität oder Inklusion sind Begriffe, die derzeit aus dem Hochschulalltag nicht mehr wegzudenken, momentan geradezu en vogue sind. Die „neuen pädagogischen Differenzdiskurse […] knüpfen implizit oder explizit an historisch ältere Thematisierungslinien sozialer Differenz an“ (Emmerich/Hormel 2013: 107). Mal erweitern sie die Kategorie Gender bzw. die politische Strategie Gender Mainstreaming und ergänzen bereits institutionalisierte (Geschlechter-) Gleichstellungspolitiken, mal stehen sie in Konkurrenz dazu. Diskriminierungen, Ausschlüsse und Benachteiligung, kurz gesellschaftliche, politische, institutionelle Machtverhältnisse und Ungleichheitsstrukturen werden dabei je nach Perspektive und Zugang sehr unterschiedlich gewichtet und (nicht) thematisiert. Werden aus Sicht einer hochschuldidaktischen Frauenund Geschlechterforschung vor allem...

    • (pp. 105-120)
      Karsten Krauskopf and Carmen Zahn

      Was bedeutet Heterogenität von Studierenden im Hinblick auf die Nutzung digitaler Medien für das Lernen und Lehren an der Hochschule? Beziehen wir uns auf die Engführung des PONTS Projekts, so zeichnen sich nichttraditionell Studierende vor allem durch ein höheres Durchschnittsalter, komplexere Bildungsbiographien und durch mehr Praxiserfahrung bzw. unterschiedliche Berufserfahrung aus (hierzu auch Reinmann oder Nachtigall/Smykalla im Band). Diese Studierenden bringen mit ihrem umfangreichen Erfahrungsschatz einerseits konkrete Zielvorstellungen darüber mit an die Hochschule, was Ihnen das Studium nach Abschluss für Ihre berufliche Entwicklung bringen wird (vgl. Trümpy 2008; Zimmer/Keim 2010). Andererseits können wir bezüglich ihrer digitalen Kompetenzen und medienbezogenen Lernziele davon...

    • (pp. 121-138)
      Gabi Reinmann

      Heterogenität ist seit jeher eine (hochschul-) didaktische Herausforderung, gewinnt aber seit einigen Jahren zunehmend an (politischer) Bedeutung. Von den zahlreichen Merkmalen, in denen sich Studierende unterscheiden können, sind vor allem das Lernverhalten, bestehendes Wissen und Können, Lernmotivation und Lernhaltung relevant für Studium und Lernen. Unter den bekannten Interventionen zum Umgang mit Heterogenität in der Lehre stellt das forschende Lernen eine Besonderheit dar: Als didaktisches Prinzip eröffnet es durch Variation in der Umsetzung und durch Kombination mit anderen Formen forschungsnahen Lernens die Möglichkeit, Verschiedenheit im Lernverhalten und in der Lernmotivation aufzugreifen und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, akademische Kompetenz zu entwickeln. Zudem...

    • (pp. 139-156)
      Björn Kiehne

      Ein Redebeitrag aus der kollegialen Beratung, die ein Lernelement im Modul 1 des Programms zum Erwerb des Berliner Zertifikats für Hochschullehre ist, soll hier illustrieren, wie Verschiedenheit durch Hochschullehrende wahrgenommen wird:

      Als ich die Modelle vorstellte, wusste ich sofort, dass es nicht so klappen würde, wie ich es mir vorgestellt hatte. In der Luft lag ein unangenehmes Gefühl des Abwartens. Fast so, als würden die Studierenden darauf lauern, dass ich einen Fehler machte. Kurz dachte ich, dass ich in meiner Darstellung vielleicht aus Versehen ins Englische gerutscht war und die Studierenden mich deshalb so anstarrten. Ich konnte sehen, wie Studierende...

  5. Hochschullehrentwicklung – exemplarische Konkretionen

    • (pp. 159-174)
      Benjamin Klages and Stefan Reinders

      Der Europäische Hochschulraum ist seit einiger Zeit in Aufruhr. Die Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung der Europäischen Bildungsminister in Bologna im Jahre 1999 hat dazu einen formalen Rahmen und einen bedeutsamen Bezugspunkt gesetzt, dessen Impulse eine folgenreiche Dynamik ausgelöst haben.

      Wir bekräftigen, dass wir einen lernerzentrierten Ansatz fördern wollen, der sich durch innovative Lehrmethoden auszeichnet, die Studierende als aktive Bildungsteilnehmer einbeziehen. Zusammen mit Hochschulen, Studierenden und Hochschul-Mitarbeitern fördern wir ein unterstützendes und motivierendes Arbeits-und Lernumfeld.

      So wird es im Bukarester Kommuniqué (2012), der Verlautbarung der Bologna-Folgekonferenz, als Schwerpunkt für Entwicklungsaktivitäten im Zeitraum 2012 bis 2015 reformuliert und als bildungspolitische Forderung an...

    • (pp. 175-192)
      Benjamin Klages and Marion Bonillo

      Die Gestaltung hochschulischer Curricula ist formal weitestgehend geregelt. In der Rahmung von Bologna-Erklärung, Qualifikationsrahmen für Deutsche Hochschulabschlüsse und den länderspezifischen Hochschulgesetzen bleibt den Hochschulen ein Spielraum bei der Ausformung der Vorgaben. Die Planung und Organisation der Programme liegt aufgrund der Freiheit von Lehre und Forschung innerhalb der Hochschule in den Händen der Professor_ innenschaft (vgl. Stifterverband 2014). In diesem Orientierungsrahmen bewegen sich die Studiengangentwicklungen und ihre Legitimationen, deren Resultate zuweilen vor allem seitens der Studierenden u. a. als nicht bedarfsorientiert kritisiert werden. Für Hanft (2010) ist diese Kritik berechtigt, da hierdurch Mängel der Studienreform offenbar werden, die u.a. aus der...

    • (pp. 193-210)
      Anja Walter

      In diesem Beitrag wird Fallarbeit¹ als hochschuldidaktisches Konzept vorgestellt, das sowohl für empirische Fundierungen curricularer Entwicklungen richtungsweisend sein kann als auch für die Gestaltung konkreter Veranstaltungen bedeutende Impulse zu geben vermag.

      Zunächst ist festzuhalten, dass es eine differenzierte hochschuldidaktische Theorie-und Konzeptentwicklung noch nicht gibt (vgl. auch Gerholz/Sloane 2008). Der Mangel an Forschung betrifft die mikrodidaktische Ebene der Lehr-Lernsituationen wie auch die Mesoebene curricularer Planungen. Trotz vieler Bemühungen konstatiert Wildt, dass eine „konzeptionelle und curriculare Erneuerung (…), die von hochschuldidaktischem Gedankengut inspiriert wäre, (…) zumeist ausgeblieben“ (2013: 41) ist. Einen Impuls zur curricularen Erneuerung haben Gerholz und Sloane (2011) mit ihrem...

    • (pp. 211-226)
      Nadine Bochert and Stefan Bestmann

      Aktuelle Arbeitsmarktentwicklungen verdeutlichen, dass sich die Verfügbarkeit akademisch qualifizierter Fachkräfte zukünftig durch die demographische Entwicklung verringern wird. Bereits heute sind die Auswirkungen des prognostizierten Fachkräftemangels besonders in den neuen Bundesländern spürbar (Pasternack et al. 2009). Die zunehmende Notwendigkeit einer raschen und gezielten Integration neuer Technologien, Kompetenzen und Wissensinhalte in die berufliche Praxis unterstreicht die Bedeutung berufsbegleitender Studiengangskonzepte und die Dringlichkeit der Erschließung des Potenzials beruflich Qualifizierter ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung. In der Fachdebatte wird diese Zielgruppe – der im Hochschulsprech als nicht-traditionell Studierende Bezeichneten – als ältere, berufserfahrene und wohl auch lebenserfahrene Menschen dargestellt, denen ein hoher Grad an Fachwissen, aber auch eine...

    • (pp. 227-238)
      Nino Ferrin, Benjamin Klages and Nadine Bochert

      Die Erwartungen an das an Hochschulen verfügbare und vermittelbare, aber auch an das noch zu erarbeitende Wissen sind hoch. Es geht um nicht weniger, als das Meistern von komplexen und dynamischen Herausforderungen, wie sie beispielsweise ein sich rasant verändernder Arbeitsmarkt offenbart.

      Absolventen müssen heute sowohl über fachübergreifende, multidisziplinäre Kenntnisse und Innovationskompetenz als auch über aktuelles Fachwissen verfügen, um dem breiteren Bedarf in Gesellschaft und Arbeitsmarkt Rechnung tragen zu können. Wir wollen die Beschäftigungsfähigkeit und die persönliche und berufliche Entwicklung der Absolventinnen und Absolventen während ihres gesamten Berufslebens verbessern (Bukarest-Kommuniqué 2012: 3).

      In dieser Art deuten es die für Hochschulbildung zuständigen...

    • (pp. 239-252)
      Marion Bonillo

      „Wissenschaftliches Arbeiten“ zählt zu den fachübergreifenden Schlüsselkompetenzen¹ der akademischen bzw. hochschulischen Ausbildung und ist zentral für ein erfolgreiches Studieren. In grundlegende Standards, Prinzipien und Techniken führen verschiedene Werke ein (beispielsweise Karmasin/Ribing 2014; Kruse 2014; Preißner 2012; Voss 2011; Bohmeyer et al. 2009; Bohl 2008). Obwohl es ein erklärtes Ziel des Bologna-Prozesses ist, einen „Gemeinsamen Europäischen Hochschulraum“ (Bologna-Erklärung 1999 zitiert in Klomfaß 2014: 125) zu schaffen und dabei die Mobilität und Flexibilität zu fördern (vgl. DQR 2011: 9f.), gibt es bundes-und europaweit bislang keine verbindlichen Regelungen für die Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten in Bachelorstudiengängen was die curriculare Verortung, das didaktische Format...

    • (pp. 253-266)
      Laura Fricke and Lena Zeller

      In der hochschulpolitischen Debatte um lebenslanges Lernen, heterogene Studierendenschaft und gelingende Akademisierung wird unter anderem ein steigender Bedarf an studentischer Lernbegleitungs-und – beratungstätigkeit an den Hochschulen wahrgenommen und als Möglichkeit gesehen, Defizite der Kompetenzentwicklung zu identifizieren und durch zielgruppenspezifische Peer-Angebote zu kompensieren, um so den Studienerfolg zu sichern (vgl. ANKOM 2009). Als Tutor_ innen werden Studierende höherer Fachsemester zu Lernberater_ innen und – begleiter_ innen für Studienanfänger_ innen, etwa bei der Einübung wissenschaftlicher Techniken. Als Peers üben Tutor_ innen eine Mittlerrolle zwischen Lehrenden und Studierenden aus (vgl. Jokanovic/Szcyrba 2012). Insbesondere für Studienanfänger_ innen erfüllen Tutor_ innen zusätzlich eine wichtige Vermittlungsfunktion beim Ankommen...

    • (pp. 267-278)
      Benjamin Klages, Nino Ferrin, Anja Lull and Stefan Bestmann

      Mit diesen einleitenden Worten in den Richtlinien zur Etablierung von ELearning in der Hochschullehre im Rahmen des Förderschwerpunkts „ Neue Medien in der Bildung“ (2004) des BMBF wird deutlich, welche Potenziale in diesem Entwicklungszusammenhang gesehen werden. Einige Jahre und bereits zahlreiche, nicht nur technische „Innovationszyklen“ später, stellt die HRK (2012) entsprechend fest, dass

      die rasanten Veränderungen der Kommunikation und der daraus resultierende soziale und kulturelle Wandel auch die Hochschulen in besonderer Weise betreffen. Viele Hochschulen haben hier bereits reagiert, doch stehen sie weiterhin vor der Herausforderung, auf die Veränderungen zu reagieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen (HRK 2012: 4).

      Ähnlich...

    • (pp. 279-294)
      Anja Lull

      Im Zuge der Diskussionen um ‚Lebenslanges Lernen‘ und die ‚ Bologna-Reformen‘ hat die Frage nach der Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen an Bedeutung gewonnen. Die Verbesserung und Implementierung von Anrechnungsverfahren gelten als Ziele insbesondere zur Beförderung der Durchlässigkeit zwischen dem System der beruflichen Bildung und dem Hochschulsystem sowie der damit einhergehenden Erweiterung der Beteiligungsmöglichkeiten von nicht-traditionell Studierenden (Banscherus 2010; Minks 2011). Bereits im Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) von 2002 wurde festgehalten, dass außerhochschulisch erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten im Umfang von maximal der Hälfte der im Rahmen eines Studiengangs geforderten Studienleistung angerechnet werden können.

      Der Widerstand auf Seiten der Hochschulen blieb jedoch...

Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 Unported License (CC BY-NC-ND 3.0)
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